Fitness-Test (körperlich)
Alle Fachbegriffe der Kategorie Fitness-Test (körperlich) im Kontext von Auswahlverfahren bei Militär- und Polizei-Spezialeinheiten in DACH & Benelux.
100-m-Sprint
DEStandardtest für Antritt und Grundschnelligkeit über 100 Meter. Bewertet wird die Zeit; entscheidend sind Startbeschleunigung und Sprinttechnik, nicht reine Beinkraft.
1000 m Kraulen
DESchwimmleistung über 1000 Meter Kraul. Eine öffentlich belegte, einheitliche Zielzeit gibt es nicht; Anforderungen variieren je nach Verfahren und werden von der Bundeswehr nicht im Detail veröffentlicht.
2000-m-Rudern (Ergometer)
DEStandarddistanz auf dem Ruderergometer als Ganzkörper-Ausdauertest. Zeiten unter 7:30 Minuten gelten für Bewerber als solide, unter 7:00 als stark.
3000-m-Lauf
DEFestdistanzlauf über 3000 Meter, in vielen Polizei- und Militärverfahren als Ausdauernachweis gesetzt. Übliche Richtzeiten liegen je nach Behörde zwischen 12 und 15 Minuten.
Apnoe- und Streckentauchen
DETauchen ohne Atemgerät über Zeit oder Strecke. In Marine-Spezialverfahren werden typisch 25 bis 50 Meter Streckentauchen und Statik unter Aufsicht geprüft.
Bankdrücken
DESelten Pflicht, meist freiwillig; bewertet wird oft die Relativkraft (z.B. einmal Körpergewicht).
Beep-Test (Shuttle Run)
DE20-Meter-Pendellauf mit alle 60 Sekunden steigendem Tempo nach Tonsignal. Aus der erreichten Stufe wird die maximale Sauerstoffaufnahme (VO2max) geschätzt.
Beugehang
CHSchweizer Begriff für den Klimmhang: Halten der Klimmzugposition mit Kinn über der Stange auf Zeit. Gemessen wird statische Haltekraft und Griffkraftausdauer.
BFT – Basis-Fitness-Test
DESporttest der Bundeswehr aus drei Disziplinen: 11×10-m-Sprinttest, Klimmhang und 1000-m-Lauf (im Auswahlverfahren häufig 3000-m-Fahrradergometer). Löste 2010 den Physical Fitness Test (PFT) ab.
Burpee-Test
DEKraftausdauertest über eine feste Zeit oder Wiederholungszahl. Prüft Ganzkörperbelastbarkeit und Atemkontrolle unter hoher Herzfrequenz.
Cooper-Test
DE12-Minuten-Lauf, bei dem die zurückgelegte Distanz zählt. Er wird nicht von allen Behörden eingesetzt – mehrere Landespolizeien nutzen stattdessen das Deutsche Sportabzeichen oder eigene Testformate. Die geforderte Distanz ist behörden- und länderabhängig und steht in der jeweiligen Ausschreibung.
Cooper-Test (Defensie Belgien)
BE12-Minuten-Lauf im belgischen Verteidigungsministerium mit gestaffelten Mindestwerten nach Verwendung und Geschlecht. Für Elite-Einheiten (SFG, SOR, Para/Cdo) deutlich über den regulären Werten.
Deutsches Sportabzeichen (DSA)
DELeistungsabzeichen in Ausdauer, Kraft, Schnelligkeit und Koordination. Es wird in Bewerbungen als Fitnessnachweis anerkannt und ist bei Polizeien mancher Länder ausdrücklich gefordert.
Dips (Barrenstütz)
DEStützbeuge am Barren oder Reck als Oberkörper-Drucktest. In mehreren Behördenverfahren Alternative oder Ergänzung zu Liegestützen; Richtwerte liegen bei 10–20 saubere Wiederholungen.
Eggbeater-Technik
DEWechselseitige Schraubbewegung der Beine, mit der man sich ohne Armeinsatz aufrecht im Wasser hält. Prüfungsrelevant in Kampfschwimmer- und Rettungsschwimmtests.
Épreuve de natation (Defensie)
BESchwimmtest der belgischen Streitkräfte: freies Schwimmen über eine Mindestdistanz und Wassertreten. Für SFG, Para-Cdo und Marinespezialisten mit Ausrüstung deutlich anspruchsvoller.
Épreuves sportives (Police Grand-Ducale)
LUStandardisierter Sporttest im Auswahlverfahren der Police Grand-Ducale: Ausdauer, Kraftausdauer, Schwimmen, Koordination. Muss vor kognitivem Test und Kommission bestanden werden.
Geländelauf
DELauf über unbefestigtes Gelände mit Steigungen und wechselndem Untergrund. Prüft Ausdauer, Trittsicherheit und Belastbarkeit unter erschwerten Bedingungen.
Gepäcklauf / Gepäckmarsch
DELauf oder Marsch mit definiertem Traglastgewicht, meist 15 bis 30 kg. Prüft Kraftausdauer, Fußgesundheit und Belastungstoleranz — Kernelement jeder Spezialkräfte-Selektion.
Gepäckmarsch-Richtzeiten
DEÜbliche Vorgaben in Auswahlverfahren: 6 km mit 15 kg in unter 60 Minuten, 10 km mit 20 kg in unter 100 Minuten, längere Märsche über 20–30 km mit Zeitfenster pro Kilometer.
Griffkraft
DELimitierender Faktor bei Klimmzügen, Klimmhang, Seilklettern und Lasttragen. Wird gezielt über Hänge-, Trage- und Haltezeiten trainiert.
Grundkrafttest
CHElement des Schweizer Rekrutierungssporttests aus mehreren Kraft- und Koordinationsstationen. Das Ergebnis beeinflusst, welche Funktionen zugeteilt werden.
Grundlagenausdauer
DEAerobe Basisfitness als Fundament für Märsche, Läufe und lange Einsatzbelastungen. Sie entsteht über Monate im niedrigen Intensitätsbereich, nicht über Intervalle.
Hallenhindernisparcours
DEParcours aus Kletter-, Kriech-, Sprung- und Balancestationen gegen die Zeit. In EGB- und KSK-Verfahren zentrale Station für Koordination unter Erschöpfung.
Handgranatenwurf (Zielwurf)
DEWurfdisziplin auf Distanz und Ziel, Teil militärischer Wettkämpfe und einiger Eignungstests. Bewertet werden Wurftechnik, Präzision und Wurfkraft aus verschiedenen Anschlägen.
Hindernisparcours / Hindernisbahn
DETaktischer Parcours aus Sprints, Sprüngen, Klettern, Kriechen und Lastentragen; Bestandteil fast aller Spezialeinheiten-Verfahren.
Kameradenrettung
DEZiehen oder Tragen einer Person über eine festgelegte Distanz. Bewertet werden Technik, Kraftausdauer und Handlungsfähigkeit unter Stress.
Kasten-Bumerang-Test
DEKoordinations- und Schnelligkeitsparcours: Sprinten, Rollen über einen Turnkasten und Slalom um Stangen. Wird in einzelnen Landespolizeien und bei Sportabzeichen-Formaten eingesetzt — nicht Bestandteil der bayerischen Sportprüfung nach § 17 FachV-Pol/VS.
Kleiderschwimmen
DESchwimmen in Bekleidung, teils mit Stiefeln, über eine festgelegte Distanz. Prüft Wassersicherheit, Ruhe und Technik unter erschwerten Bedingungen.
Klimmhang (Flexed-Arm Hang)
DEHalten der oberen Klimmzugposition auf Zeit. Misst statische Haltekraft und Griffausdauer; typische Zielwerte liegen zwischen 30 und 60 Sekunden.
Klimmzug-Richtwerte im Vergleich
DEBehörden bewerten Klimmzüge unterschiedlich: Bundeswehr wertet im BFT den Klimmzughang in Sekunden, Polizeien und Spezialeinheiten zählen Wiederholungen im Ober- oder Kammgriff. Vergleichbar wird das erst über die relative Zugkraft zum Körpergewicht.
Klimmzüge
DEVolle Wiederholung vom gestreckten Arm bis das Kinn über der Stange ist; Maß für die Zugkraft des Oberkörpers.
Kniebeugen (Squats)
DEBei einigen Einheiten als Volumen- oder Gewichtstest (z.B. Wiederholungen auf Zeit oder 1,5x Körpergewicht).
Lasttragen (Farmers Walk, Kanistertragen)
DETragen von Gewichten über Distanz, etwa Kanister, Sandsäcke oder Kameradenrettung. Kernanforderung im Einsatz und in praktisch jeder Selektion.
Liegestütze
DEMaximal- oder Zeit-Wiederholungstest zur Beurteilung der Oberkörperkraft, Bestandteil vieler Polizei- und Bundeswehr-Sporttests sowie des BFT der Bundeswehr.
Liegestütze (2 Minuten)
DEKraftausdauertest des Oberkörpers über zwei Minuten. Gewertet wird nur die vollständige Wiederholung mit gerader Körperlinie; Richtwerte liegen bei 40 bis 60 Wiederholungen.
Marche avec sac (Luxemburg)
LUMarschleistung mit Rucksack in Auswahl- und Ausbildungsphasen der Armée luxembourgeoise. Typisch 10–20 kg, Distanz je nach Ausbildungsblock — Standardbestandteil der Basisausbildung in Diekirch.
Marche avec sac / Rugzakmars
BEMarschleistung mit Rucksack in belgischen Auswahlverfahren (typisch 12–22 kg, 8–20 km je nach Einheit). In der SFG-Selektion über mehrere Tage kombiniert mit Cross-Country und Navigation.
Maximalkraft vs. Kraftausdauer
DEMaximalkraft ist die einmalige Höchstleistung, Kraftausdauer die Fähigkeit, Kraft über Zeit zu wiederholen. Auswahlverfahren prüfen fast immer Kraftausdauer.
Medizinball-Wurf / -Stoß
DESchnellkrafttest des Oberkörpers mit einem 3 bis 5 kg schweren Ball, meist im Stoß aus dem Sitzen oder Stand. Gewertet wird die Wurfweite.
Pendellauf
DESprint-Disziplin im Sporttest mehrerer Landespolizeien: wiederholtes Rennen zwischen zwei Markierungen (oft 4×10 m) zur Prüfung von Antritt, Wendigkeit und Koordination.
Polizei Sporttest
DESammelbegriff für die körperlichen Eignungsnachweise der Landes- und Bundespolizeien. Die Formate unterscheiden sich stark: Baden-Württemberg und NRW verlangen das Deutsche Sportabzeichen, Berlin einen zeitgebundenen Hindernisparcours, Bayern vier Einzelübungen nach § 17 FachV-Pol/VS, die Bundespolizei einen bundesweit einheitlichen Test.
Polizei Sporttest Brandenburg
DESportlicher Eignungstest im Auswahlverfahren der Polizei Brandenburg. Geprüft werden Ausdauer, Kraft und Koordination; die verbindlichen Normwerte veröffentlicht das Land in der jeweils aktuellen Ausschreibung.
Polizei Sporttest Bremen
DESportlicher Eignungstest im Auswahlverfahren der Polizei Bremen. Geprüft werden Ausdauer, Kraft und Koordination; die verbindlichen Normwerte veröffentlicht das Land in der jeweils aktuellen Ausschreibung.
Polizei Sporttest Hamburg
DESportlicher Eignungstest im Auswahlverfahren der Polizei Hamburg. Geprüft werden Ausdauer, Kraft und Koordination; die verbindlichen Normwerte veröffentlicht das Land in der jeweils aktuellen Ausschreibung.
Polizei Sporttest Mecklenburg-Vorpommern
DESportlicher Eignungstest im Auswahlverfahren der Landespolizei Mecklenburg-Vorpommern. Geprüft werden Ausdauer, Kraft und Koordination; die verbindlichen Normwerte veröffentlicht das Land in der jeweils aktuellen Ausschreibung.
Polizei Sporttest Rheinland-Pfalz
DESportlicher Eignungstest im Auswahlverfahren der Polizei Rheinland-Pfalz. Geprüft werden Ausdauer, Kraft und Koordination; die verbindlichen Normwerte veröffentlicht das Land in der jeweils aktuellen Ausschreibung.
Polizei Sporttest Saarland
DESportlicher Eignungstest im Auswahlverfahren der Polizei Saarland. Geprüft werden Ausdauer, Kraft und Koordination; die verbindlichen Normwerte veröffentlicht das Land in der jeweils aktuellen Ausschreibung.
Polizei Sporttest Sachsen-Anhalt
DESportlicher Eignungstest im Auswahlverfahren der Polizei Sachsen-Anhalt. Geprüft werden Ausdauer, Kraft und Koordination; die verbindlichen Normwerte veröffentlicht das Land in der jeweils aktuellen Ausschreibung.
Polizei Sporttest Schleswig-Holstein
DESportlicher Eignungstest im Auswahlverfahren der Landespolizei Schleswig-Holstein. Geprüft werden Ausdauer, Kraft und Koordination; die verbindlichen Normwerte veröffentlicht das Land in der jeweils aktuellen Ausschreibung.
Polizei Sporttest Thüringen
DESportlicher Eignungstest im Auswahlverfahren der Landespolizei Thüringen. Geprüft werden Ausdauer, Kraft und Koordination; die verbindlichen Normwerte veröffentlicht das Land in der jeweils aktuellen Ausschreibung.
Schwimmabzeichen (Bronze bis Gold)
DENachweis der Schwimmfertigkeit; für viele Verfahren mindestens Bronze, für Marine- und Spezialverwendungen faktisch Gold plus Streckentauchen und Kleiderschwimmen.
Schwimmtest
DEPrüfung der Schwimmfähigkeit über Strecke und Zeit, teils mit Streckentauchen oder Bergen einer Last (SEK, KSM).
Seilklettern
DEKlettern am Tau mit oder ohne Beineinsatz. Die geforderte Höhe ist nicht einheitlich dokumentiert und variiert je nach Verfahren und Einheit. Station u. a. in EGB-, KSK- und Polizei-Spezialeinheitenverfahren.
SFG – épreuves physiques
BEPhysischer Eingangstest der Special Forces Group: Klimmzüge, Liegestütz, Sit-ups, Cooper-Test bzw. Ausdauerlauf, Schwimmen (Kleidung/Ausrüstung), Klettern am Seil. Hohe Werte gefordert — deutlich über dem Defensie-Standard.
SICP – Sportphysische Auswahl Polizei
BEStandardisierter Sport- und Motoriktest im Selektionsverfahren der belgischen Polizei: Ausdauer, Kraftausdauer, Beweglichkeit, Koordination. Voraussetzung für Aspirant-inspecteur und höhere Laufbahnen.
Sit-ups
DEWiederholungstest der Rumpfkraft (häufig in 60 Sekunden), regelmäßig Bestandteil polizeilicher Sporttests und der körperlichen Eignungsprüfung der Bundeswehr.
Standweitsprung
DESprung aus dem Stand mit beidbeinigem Absprung zur Messung der Sprung- und Schnellkraft. Typische Zielwerte liegen bei 2,00 bis 2,40 Metern.
Tauchtauglichkeit
DEMedizinische Prüfung der Eignung für Tauchverwendungen mit Lungenfunktion, HNO-Druckausgleich und Herz-Kreislauf-Diagnostik. Pflicht für Kampfschwimmer und Minentaucher.
TUKV – Wasserleistungsprüfung der Marine-Spezialkräfte
DEWasserleistungsprüfung in truppenüblicher Kleidung, unter anderem im PFV der Marine-Spezialkräfte. Bewertet werden Schwimmen, Tauchen und Verhalten in Belastungssituationen.
USP – épreuves physiques
LUPhysischer Eingangstest der USP: Cooper-Test bzw. Ausdauerlauf, Klimmzüge, Liegestütz, Sit-ups, Sprint, Schwimmen. Werte deutlich über dem regulären Standard der Police Grand-Ducale.
VO2max
DEMaximale Sauerstoffaufnahme; Kennzahl der aeroben Leistungsfähigkeit, etwa über Cooper- oder Beep-Test geschätzt.
Wendelauf
CHSchweizer Pendellauf-Variante mit engen Richtungswechseln im Sporttest. Gemessen werden Antritt, Bremskraft und Wendigkeit unter Zeitdruck.
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