Beugehang
Schweizer Begriff für den Klimmhang: Halten der Klimmzugposition mit Kinn über der Stange auf Zeit. Gemessen wird statische Haltekraft und Griffkraftausdauer.
Der Beugehang (Klimmhang) misst Haltekraft: Du hängst mit gebeugten Armen am Reck, Kinn über der Stange, und hältst die Position so lange wie möglich.
Technik: wo Sekunden verloren gehen
Griff schulterbreit im Kammgriff (Handflächen zum Körper), Ellbogen eng am Körper, Schulterblätter aktiv nach unten gezogen. Wer mit hängenden Schultern startet, verliert sofort Haltekraft und rutscht in die Streckung.
Atmung flach und regelmäßig, Blick über die Stange. Zappeln und Pendeln kosten Kraft — ruhig bleiben verlängert die Zeit messbar.
Trainingsplan
Drei Einheiten pro Woche: 4–5 Sätze maximaler Beugehang mit zwei Minuten Pause, dazu langsame negative Klimmzüge (5 Sekunden Absenken) und Ruderzüge. Notiere die Zeiten — Fortschritt kommt hier in Sekundenschritten.
Zusätzlich Körpergewicht beachten: Der Beugehang ist ein relativer Krafttest. Zwei Kilogramm weniger Körpergewicht wirken wie mehrere Wochen Krafttraining.
Häufige Fragen
Wie lange muss man den Beugehang halten?+
Je nach Behörde beginnen die Anforderungen bei etwa 15–30 Sekunden; für Spezialverwendungen sind 60 Sekunden und mehr der Zielbereich.
Beugehang oder Klimmzüge — was ist schwerer?+
Beides trainiert Zugkraft, der Beugehang belastet vor allem isometrische Haltekraft und Griffkraft und lässt sich weniger technisch kompensieren.
Welcher Griff ist erlaubt?+
Meist der Kammgriff mit Handflächen zum Körper; die Vorgaben stehen im Infoblatt der jeweiligen Behörde.
Beugehang ist Teil der Kategorie Fitness-Test (körperlich) und im Auswahlverfahren-Kontext von Schweiz relevant. Wer sich auf eine Spezialeinheit vorbereitet, sollte diesen Begriff sicher einordnen können — sowohl im theoretischen Teil als auch in der praktischen Umsetzung.
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Verwandte Begriffe
Sporttest der Bundeswehr aus drei Disziplinen: 11×10-m-Sprinttest, Klimmhang und 1000-m-Lauf (im Auswahlverfahren häufig 3000-m-Fahrradergometer). Löste 2010 den Physical Fitness Test (PFT) ab.
20-Meter-Pendellauf mit alle 60 Sekunden steigendem Tempo nach Tonsignal. Aus der erreichten Stufe wird die maximale Sauerstoffaufnahme (VO2max) geschätzt.
Kraftausdauertest über eine feste Zeit oder Wiederholungszahl. Prüft Ganzkörperbelastbarkeit und Atemkontrolle unter hoher Herzfrequenz.
12-Minuten-Lauf, bei dem die zurückgelegte Distanz zählt. Er wird nicht von allen Behörden eingesetzt – mehrere Landespolizeien nutzen stattdessen das Deutsche Sportabzeichen oder eigene Testformate. Die geforderte Distanz ist behörden- und länderabhängig und steht in der jeweiligen Ausschreibung.
12-Minuten-Lauf im belgischen Verteidigungsministerium mit gestaffelten Mindestwerten nach Verwendung und Geschlecht. Für Elite-Einheiten (SFG, SOR, Para/Cdo) deutlich über den regulären Werten.
Koordinations- und Schnelligkeitsparcours: Sprinten, Rollen über einen Turnkasten und Slalom um Stangen. Wird in einzelnen Landespolizeien und bei Sportabzeichen-Formaten eingesetzt — nicht Bestandteil der bayerischen Sportprüfung nach § 17 FachV-Pol/VS.
