Cooper-Test
12-Minuten-Lauf, bei dem die zurückgelegte Distanz zählt. Er wird nicht von allen Behörden eingesetzt – mehrere Landespolizeien nutzen stattdessen das Deutsche Sportabzeichen oder eigene Testformate. Die geforderte Distanz ist behörden- und länderabhängig und steht in der jeweiligen Ausschreibung.
Der Cooper-Test ist ein 12-minütiger Maximalausdauerlauf zur Bestimmung der aeroben Leistungsfähigkeit. In nahezu jedem polizeilichen und militärischen Auswahlverfahren im DACH-Raum gesetzt — als harte Bestehensschwelle oder als Punkt-Test.
Was wird gemessen?
Innerhalb von exakt 12 Minuten läuft der Bewerber so weit wie möglich auf einer 400-m-Bahn oder vermessener Strecke. Die zurückgelegte Distanz korreliert eng mit der maximalen Sauerstoffaufnahme (VO₂max).
Typische Anforderungen: GSG 9 / KSK 3000 m+, SEK je nach Bundesland 2800–3000 m, Polizei-EAV 2400–2800 m, Bundeswehr-Grundfitness ab 2000 m je nach Alter.
Vorbereitung
Wer von Null kommt, braucht 12–16 Wochen strukturiertes Training, um seriös an die 3000-m-Marke zu kommen. Bausteine: 1–2 lange Dauerläufe pro Woche (60–90 min), 1 Intervalleinheit (z.B. 6×800 m im Renntempo), 1 Tempoeinheit im Bereich der anaeroben Schwelle.
Häufiger Fehler: nur am Cooper selbst trainieren. Das überlastet Bewerber, weil sie ständig im roten Bereich laufen. Besser: 80 % aller Läufe entspannt, 20 % intensiv.
Test-Tag-Taktik
Optimal: gleichmäßiges Tempo über die ersten 9 Minuten, in den letzten 3 Minuten progressiv steigern. Wer zu schnell startet, verliert in Minute 7 mehr, als er in Minute 2 gewonnen hat.
Aufwärmen: 15 min lockerer Lauf, 4×60 m Steigerungen, gut hydriert, letzte Mahlzeit 2–3 h vorher. Spikes sind selten erlaubt — leichte Wettkampfschuhe oder gute Trainingsschuhe wählen.
Häufige Fragen
Wie viele Runden auf der 400-m-Bahn sind 3000 m?+
Exakt 7,5 Runden. Wer 3000 m im Cooper schafft, läuft also 7,5 Runden in 12 Minuten — ein Tempo von 4:00 min/km.
Kann man den Cooper-Test auch auf dem Laufband absolvieren?+
Im offiziellen Auswahlverfahren nein. Im Training ja — aber das Laufband überschätzt die Outdoor-Leistung typischerweise um 5–8 %.
Wie oft sollte ich den Cooper-Test im Training simulieren?+
Alle 4–6 Wochen reicht völlig. Häufigere Tests bringen keinen Trainingsreiz, sondern nur unnötige Belastung.
Cooper-Test ist Teil der Kategorie Fitness-Test (körperlich) und im Auswahlverfahren-Kontext von Deutschland relevant. Wer sich auf eine Spezialeinheit vorbereitet, sollte diesen Begriff sicher einordnen können — sowohl im theoretischen Teil als auch in der praktischen Umsetzung.
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Erwähnt in diesen Ratgebern
Beide Normtabellen komplett, VO₂max-Umrechnung und die Richtwerte, an denen sich Auswahlverfahren wirklich orientieren.
Wo der 12-Minuten-Lauf im Sporttest vorkommt, warum es keinen Bundesstandard gibt und mit welcher Distanz du im Verfahren Reserve hast.
Drei Läufe pro Woche, klare Tempovorgaben, echtes Tapering — und die Pacing-Strategie, die am Testtag die meisten Meter bringt.
Fünf Länder, fünf Auswahlsysteme, ein Anspruch. Cooper-Test, Klimmzüge, Gepäckmarsch — die Testprotokolle sehen ähnlich aus, die Bestehensquoten und Trainingsrealitäten sind es nicht. Denis Pfeifer über die harten Unterschiede zwischen Bundeswehr, Bundesheer, Schweizer Armee, belgischer Defensie und Armée luxembourgeoise — und was das für deine Vorbereitung heißt, egal aus welchem deutschsprachigen Land du kommst.
Verwandte Begriffe
Sporttest der Bundeswehr aus drei Disziplinen: 11×10-m-Sprinttest, Klimmhang und 1000-m-Lauf (im Auswahlverfahren häufig 3000-m-Fahrradergometer). Löste 2010 den Physical Fitness Test (PFT) ab.
12-Minuten-Lauf im belgischen Verteidigungsministerium mit gestaffelten Mindestwerten nach Verwendung und Geschlecht. Für Elite-Einheiten (SFG, SOR, Para/Cdo) deutlich über den regulären Werten.
20-Meter-Pendellauf mit alle 60 Sekunden steigendem Tempo nach Tonsignal. Aus der erreichten Stufe wird die maximale Sauerstoffaufnahme (VO2max) geschätzt.
Kraftausdauertest über eine feste Zeit oder Wiederholungszahl. Prüft Ganzkörperbelastbarkeit und Atemkontrolle unter hoher Herzfrequenz.
Koordinations- und Schnelligkeitsparcours: Sprinten, Rollen über einen Turnkasten und Slalom um Stangen. Wird in einzelnen Landespolizeien und bei Sportabzeichen-Formaten eingesetzt — nicht Bestandteil der bayerischen Sportprüfung nach § 17 FachV-Pol/VS.
Standardtest für Antritt und Grundschnelligkeit über 100 Meter. Bewertet wird die Zeit; entscheidend sind Startbeschleunigung und Sprinttechnik, nicht reine Beinkraft.
