🇩🇪DeutschlandPolizei – Spezialeinheiten

GSG 9

Spezialeinheit der Bundespolizei, gegründet 1972 nach dem Olympia-Attentat; zuständig für Terrorlagen auf Bundesebene, Hauptstandort St. Augustin.

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Kurz beantwortet

Wie wird man Mitglied der GSG 9?

Der Weg zur GSG 9 führt über die Bundespolizei: mindestens rund zwei Jahre Diensterfahrung, einwandfreie Beurteilung, Sicherheitsüberprüfung und volle Polizeidiensttauglichkeit. Danach folgt das mehrtägige Eignungsauswahlverfahren (EAV) in Sankt Augustin mit Sport, Tauchen, Schießen, Stressphasen und psychologischer Eignung, anschließend die Grundbefähigungsausbildung.

Von der Bundespolizei zum GSG 9-Operator

  1. 1Bundespolizei-LaufbahnEinstieg über die Bundespolizei; Landesbeamte kommen nur über Sonderregelungen und in der Regel über einen Wechsel zum Bund.
  2. 2Diensterfahrung und VoraussetzungenRund zwei Jahre Dienst, einwandfreie Beurteilung, Sicherheitsüberprüfung Ü3 und volle Tauglichkeit nach Polizeidienstvorschrift.
  3. 3Vorbereitung mit Schwerpunkt WasserStrecken- und Tieftauchen ist der häufigste K.o.-Grund. Parallel Ausdauer, Sprint, Klimmzüge und Marschbelastung mit Last aufbauen.
  4. 4Eignungsauswahlverfahren (EAV)Mehrtägig in Sankt Augustin: Sport, Schießen, kognitive Tests, taktische Übungen unter Stress und Belastungsphasen mit Schlafdefizit.
  5. 5GrundbefähigungsausbildungNach bestandenem EAV folgt die Ausbildung zum Operator; erst danach beginnt der Einsatzdienst in der Einheit.

Die GSG 9 der Bundespolizei ist die polizeiliche Spezialeinheit des Bundes für Terrorbekämpfung, Geiselbefreiung und Zugriffe gegen schwerstkriminelle Gewalttäter. Gegründet 1972 nach dem Olympia-Attentat in München, gilt sie international als Maßstab.

Aufgabenprofil

Die GSG 9 wird ausschließlich in Lagen eingesetzt, die andere polizeiliche Kräfte überfordern: Terror, Entführung, Großgeisellagen, Zugriffe auf schwer bewaffnete Täter sowie Schutzaufgaben im Ausland (Bundeswehrgesandte, BKA-Operationen).

Stationiert in Sankt Augustin bei Bonn, hat die GSG 9 inzwischen einen zweiten Standort in Berlin — politisch motiviert, um schnellere Verfügbarkeit im Großraum Berlin zu gewährleisten.

Auswahlverfahren

Bewerben können sich aktive Polizistinnen und Polizisten der Bundespolizei mit mindestens zweijähriger Diensterfahrung. Das Auswahlverfahren dauert mehrere Wochen und prüft körperliche Leistung (Cooper-Test, Klimmzüge, Hindernisparcours), Schießfertigkeit, Stressresistenz, psychologische Eignung sowie Teamfähigkeit unter Schlafentzug.

Die anschließende Grundausbildung dauert rund sieben Monate — danach folgen Spezialisierungen in Einsatzbereichen wie Präzisionsschützen, Maritim, Lufttransport oder Verhandlung.

Vorbereitung

Polizisten unterschätzen oft, dass die GSG 9 kein reiner Fitnesstest ist. Wer im Verfahren scheitert, scheitert meist an Stressresistenz, nicht an Körperwerten. Realistische Vorbereitung: ein Jahr strukturiertes Training mit Fokus auf Mischbelastungen (Laufen + Kraft + Schießen unter Puls), Schlafentzug-Simulationen und Team-Drills.

Offizielle Mindestwerte veröffentlichen die Behörden nicht. Als unverbindliche Trainingsorientierung aus Erfahrungsberichten gelten: sehr gute Grundlagenausdauer, zweistellige Klimmzugzahlen, solide Sprintschnelligkeit und hohe Kraftausdauer. Verbindlich ist ausschließlich, was die ausschreibende Dienststelle mitteilt.

Häufige Fragen

Wer kann sich bei der GSG 9 bewerben?+

Aktive Vollzugsbeamte der Bundespolizei (mittlerer oder gehobener Dienst) mit mindestens zwei Jahren Diensterfahrung und einwandfreier Beurteilung.

Wie hoch ist die Bestehensquote im GSG-9-Auswahlverfahren?+

Konkrete Zahlen werden nicht veröffentlicht, liegen aber traditionell deutlich unter 30 % — abhängig vom jeweiligen Jahrgang und Bewerberprofil.

Was ist der Unterschied zwischen GSG 9 und SEK?+

Die GSG 9 ist Bundeseinheit (Bundespolizei) mit nationalem und internationalem Mandat. SEKs sind Landeseinheiten der jeweiligen Landespolizeien, primär für Lagen im eigenen Bundesland zuständig.

Wie lange dauert der Weg von der Bewerbung zum Operator?+

Je nach EAV-Termin und Ausbildungsstart mehrere Monate bis über ein Jahr. Verbindliche Zeitpläne nennt nur die Bundespolizei.

Ist die GSG 9 schwerer als ein SEK-Verfahren?+

Beide selektieren hart und veröffentlichen keine Quoten. Der Unterschied liegt im Profil: bundesweite und internationale Verwendung bei der GSG 9, hohe Einsatzdichte im Land beim SEK.

Muss ich für die GSG 9 tauchen können?+

Ja. Schwimmen sowie Strecken- und Tieftauchen sind fester Bestandteil und der häufigste Ausschlussgrund in der Vorbereitungspraxis.

Im Kontext

GSG 9 ist Teil der Kategorie Polizei – Spezialeinheiten und im Auswahlverfahren-Kontext von Deutschland relevant. Wer sich auf eine Spezialeinheit vorbereitet, sollte diesen Begriff sicher einordnen können — sowohl im theoretischen Teil als auch in der praktischen Umsetzung.

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