Medizin & Tauglichkeit
Alle Fachbegriffe der Kategorie Medizin & Tauglichkeit im Kontext von Auswahlverfahren bei Militär- und Polizei-Spezialeinheiten in DACH & Benelux.
Audiometrie (AU-Test)
DEMessung der Hörschwellen über mehrere Frequenzen. Im Einsatz- und Spezialkräftedienst gelten enge Grenzwerte, weil Funk- und Sprachverständlichkeit unter Lärm sicher sein muss.
BMI – Body Mass Index
DEIn der Polizei dient der BMI meist nur als Screening-Hinweis in der ärztlichen Untersuchung, nicht als alleiniges Ausschlusskriterium. Die Schwellenwerte legen die polizeiärztlichen Untersuchungsrichtlinien der jeweiligen Behörde fest.
Drogenscreening
DEUrin- oder Bluttest auf Betäubungsmittel im Rahmen der Eignungsuntersuchung. Ein positiver Befund führt bei Polizei und Bundeswehr regelmäßig zum Ausschluss.
FR – Farbsehtest
DEPrüfung mit Ishihara-Tafeln; eine Rot-Grün-Schwäche kann je nach Verwendung zur Nichttauglichkeit führen.
Körperlicher Check
DEÄrztliche Eignungsuntersuchung mit orthopädischem, kardiologischem, neurologischem, augenärztlichem und HNO-Teil. Häufigste Ausschlussgründe sind Wirbelsäule, Knie und Sehschärfe.
Mindestgröße
DEKörpergröße-Vorgabe im Polizeidienst. Die Regelungen unterscheiden sich je Bundesland und Behörde stark und wurden in den letzten Jahren mehrfach gelockert oder abgeschafft. Verbindlich sind ausschließlich die aktuellen Einstellungsvoraussetzungen der Zielbehörde.
Musterung
DEHistorische Tauglichkeitsuntersuchung der Wehrpflichtigen; seit Aussetzung der Wehrpflicht 2011 erfolgt die Eignungsfeststellung im Karrierecenter.
Polizeiärztliche Untersuchung
DEMedizinische Eignungsuntersuchung im Polizei-Einstellungsverfahren auf Basis der PDV 300 mit Orthopädie, Herz-Kreislauf, Sehen, Hören und Laborwerten.
Polizeidiensttauglichkeit (PDT)
DEMedizinische Eignungsprüfung für den Vollzugsdienst aus Seh- und Hörkraft, BMI, Blutbild, Orthopädie und psychologischer Anamnese.
Ruhepuls
DEHerzfrequenz in völliger Ruhe, meist direkt nach dem Aufwachen gemessen. Gut trainierte Bewerber liegen häufig bei 45–60 Schlägen pro Minute; ein plötzlicher Anstieg deutet auf Überlastung oder Infekt hin.
Sehkraft
DEAnforderung an den Visus unkorrigiert oder korrigiert je nach Bundesland; LASIK wird oft nach einer Wartezeit akzeptiert.
Sehstärke & Polizeidiensttauglichkeit
DEGeprüft werden Sehschärfe mit und ohne Korrektur, Farbsehen und Gesichtsfeld nach der PDV 300. Brille und Kontaktlinsen sind grundsätzlich erlaubt, solange die korrigierte Sehschärfe und die Grenzwerte der jeweiligen Landesvorschrift erreicht werden.
Sehtest / Visus
DEPrüfung der Sehschärfe mit und ohne Sehhilfe. Grenzwerte unterscheiden sich je Behörde; bei Spezialeinheiten gelten zusätzlich Anforderungen an Farbsehen und Nachtsehen.
Sportmedizinische Untersuchung (Österreich)
ATPrüft seit 2024 die körperliche Eignung im Aufnahmeverfahren, unter anderem per Fahrradergometrie.
Überlastungssyndrom
DEBeschwerdebild aus zu schneller Belastungssteigerung, typisch Schienbeinkantensyndrom, Achillessehnenreizung oder Stressfrakturen — häufigster Grund für Abbrüche in der Vorbereitung.
Verwendungsfähigkeit
DEGrad der gesundheitlichen Eignung für bestimmte militärische Verwendungen, dokumentiert über Verwendungsausschlüsse. Sie entscheidet über den Zugang zu Spezialverwendungen.
VP – Vollprüfung
DEGesamtheit der medizinischen Tauglichkeitsprüfung, je nach Einheit ein bis drei Tage mit Labor, Belastungs-EKG, Bildgebung und fachärztlichen Untersuchungen.
Wehrdienstfähigkeit
DEGesundheitliche Eignung für den Wehrdienst, festgestellt bei Musterung oder Rekrutierung. Sie ist Voraussetzung für jede weitere militärische Laufbahn.
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