Militär – Spezialeinheiten
Alle Fachbegriffe der Kategorie Militär – Spezialeinheiten im Kontext von Auswahlverfahren bei Militär- und Polizei-Spezialeinheiten in DACH & Benelux.
2 Cdo – 2 Bataillon Commando (Flawinne)
BEKommandobataillon des Special Operations Regiment mit Standort in Flawinne. Selektion mit mehrwöchigem Commando-Brevet (physische Härte, Höhenanteile, Wasserleistung, Führen unter Belastung).
3 Para – 3 Bataillon Parachutistes (Tielen)
BEFallschirmjägerbataillon des Special Operations Regiment mit Standort in Tielen. Voraussetzung: bestandenes Para-Brevet (Grundsprungausbildung Schaffen).
AAD 10
CHArmee-Aufklärungsdetachement 10, Berufs-Spezialeinheit (rund 90 Soldaten) und Kernkomponente des Schweizer KSK.
Belastung unter Vorermüdung
DETestprinzip, kognitive Aufgaben direkt nach körperlicher Belastung zu lösen; zentral im neuen KSK-Verfahren.
Burnert-Bahn
DEIm Bewerberumfeld kursierende Bezeichnung für eine Hindernis- und Belastungsstation im Spezialkräfte-Kontext. Der Name ist nicht offiziell dokumentiert; verbindlich sind ausschließlich die Stationen, die die Einheit im jeweiligen Verfahren vorgibt.
DSK – Division Schnelle Kräfte
DEHeeresverband, dem unter anderem KSK, Fallschirmjäger und Gebirgsjäger für die Krisenreaktion unterstehen.
EGB – Erweiterte Grundbefähigung
DESpezialisierte Kräfte des Heeres mit erweiterter Grundbefähigung — in der NATO-Systematik SOF, nicht SF. Verwendungen gibt es in den EGB-Kompanien der Fallschirmjägerregimenter 26 und 31, in beiden Fallschirmspezialzügen, bei den EGB-befähigten Spezialpionieren, bei den Feldnachrichtenkräften EGB sowie am Ausbildungszentrum Spezielle Operationen in Pfullendorf. Zugang haben Mannschaften, Unteroffiziere und Offiziere über das Potenzialfeststellungsverfahren (PFV).
EGB-Kompanie
DEKompanie mit erweiterter Grundbefähigung in den Fallschirmjägerregimentern 26 (Zweibrücken) und 31 (Seedorf). Sie stellt spezialisierte Kräfte für Aufklärung, Zugriff und Kräfteschutz.
Eignungsfeststellung (EFV)
DEHistorische Bezeichnung: Das Eignungsfeststellungsverfahren war bis zur Reform das KSK-Auswahlverfahren und wurde vollständig durch das Potenzialfeststellungsverfahren (PFV) ersetzt. Wer heute Unterlagen mit EFV findet, arbeitet mit veraltetem Stand.
Fallschirmaufklärer Kp 17
CHFallschirmaufklärerkompanie 17 der Schweizer Armee, Milizformation im Kommando Spezialkräfte. Aufklärung im Tiefenraum mit Sprungeinsatz, Zugang über SPHAIR und Selektion.
Fallschirmspezialzug (FschSpezZg)
DESpezialisierter Zug in beiden Fallschirmjägerregimentern mit EGB-Befähigung, Sprungqualifikation und Auftrag zur Spezialaufklärung im erweiterten Vorfeld.
Feldnachrichtenkräfte
DEEGB-befähigte Kräfte zur Informationsgewinnung im Einsatzgebiet durch Gespräch, Beobachtung und Kontaktarbeit. Hohe Anforderungen an Sprachen, Auftreten und Urteilsfähigkeit.
Fernspäher
DESpezialisierte Aufklärungskräfte des Heeres für verdeckte Aufklärung tief im Einsatzraum, heute in den EGB-Strukturen und Feldnachrichtenkräften aufgegangen.
FschJg – Fallschirmjäger
DELuftlandeverbände des Heeres mit Sprungausbildung und Gefechtsdienst unter extremen Bedingungen; aus ihnen geht ein Teil der EGB- und Spezialkräftepipeline hervor.
GebJg – Gebirgsjäger
DEGebirgsinfanterie der Bundeswehr in Bad Reichenhall und Mittenwald, spezialisiert auf Gebirgs- und Wintergefecht mit eigener Hochgebirgs- und Skiausbildung.
Grenadier-Eignungsprüfung
CHVorselektion für die Grenadierrekrutenschule mit Ausdauerlauf, Kraftparcours, Schwimmtest und Marsch. Wer besteht, absolviert eine verlängerte RS mit Fallschirm- oder Gebirgsausbildung.
Grenadiere (Schweiz)
CHEliteinfanterie der Schweizer Armee. Die Grenadierbataillone sind Milizformationen im Kommando Spezialkräfte; Zugang über eigene Eignungsprüfung mit Sporttest.
Höllenwoche
DEInoffizielle, umgangssprachliche Bezeichnung für die mehrtägige Dauerbelastungsphase im Spezialkräfte-Auswahlverfahren. Ablauf, Bezeichnung und Struktur dieser Phase veröffentlicht die Bundeswehr nicht im Detail und sie haben sich im Zeitverlauf verändert.
Jagdkommando (JaKdo)
ATSpezialeinsatzkräfte des österreichischen Bundesheeres in Wiener Neustadt; Zugang über den Jagdkommando-Grundkurs nach mehrwöchigem Auswahlverfahren.
Kampfschwimmer
DESpezialkräfte der Deutschen Marine für verdeckte Operationen aus dem und im Wasser: Aufklärung von Häfen und Küsten, Boarding, Zugriff, Sabotage und verdeckte Infiltration. Die Ausbildung dauert nach bestandenem PFV laut Bundeswehr rund drei Jahre in vier Phasen. Kampfmittelbeseitigung unter Wasser ist Aufgabe der Minentaucher, nicht der Kampfschwimmer.
KdoCIR – Kommando Cyber- und Informationsraum
DEOrganisationsbereich für digitale Kriegsführung, gegründet 2017; Laufbahnen u.a. Cyber-Operator und elektronische Kampfführung.
KSK – Kommando Spezialkräfte
DESpezialkräfteverband der Bundeswehr in Calw für strategische Aufklärung, Direktoperationen und Befreiungsoperationen im Ausland. Der Zugang läuft über das Potenzialfeststellungsverfahren (PFV, Teil I und Teil II) und anschließend die mehrjährige Kommandoausbildung.
KSK (Schweiz)
CHKommando Spezialkräfte der Schweizer Armee als Dachverband über AAD 10, MP Spez Det, Grenadierbataillone und Fallschirmaufklärerkompanie 17.
KSK Bewerbung
DEDer formale Bewerbungsweg zum Kommando Spezialkräfte (KSK) der Bundeswehr: Voraussetzungen, Potenzialfeststellungsverfahren (PFV), körperliche Mindestleistungen und Ablauf bis zur Kommandoausbildung in Calw.
KSK Gehalt
DEWas verdient ein KSK-Soldat? Grundbesoldung nach Bundesbesoldungsgesetz plus Spezialeinsatzkräfte-Zulage, Auslandsverwendungs-, Erschwernis- und Stellenzulagen — Übersicht der typischen Gehaltsbestandteile.
KSK vs. KSM
DEBeide sind Spezialkräfteverbände der Bundeswehr: das KSK für landgebundene Operationen aus Calw, das KSM mit den Kampfschwimmern für maritime Operationen aus Eckernförde. Der Zugang läuft in beiden Fällen über das PFV, die Schwerpunkte im Verfahren sind unterschiedlich.
KSM – Kommando Spezialkräfte Marine
DESpezialkräfteverband der Deutschen Marine in Eckernförde für amphibische Operationen, Boarding und Unterwassereinsatz; umfasst die Kampfschwimmer und Minentaucher. Auswahl über das Potenzialfeststellungsverfahren (PFV) mit Sporttest/Tauchtauglichkeit, Auswahllehrgang und Hallenphase. Die offizielle Nummerierung und exakte Gliederung der Teilschritte ist öffentlich nicht einheitlich dokumentiert.
Minentaucher
DESpezialisierte Taucher der Marine für Kampfmittelbeseitigung unter Wasser. Eigene Ausbildung und eigenes Auswahlverfahren, klar getrennt von den Kampfschwimmern.
MP Spez Det
CHMilitärpolizei-Spezialdetachement der Schweizer Armee, Berufsformation im Kommando Spezialkräfte für Personenschutz, Zugriff und Sonderaufträge.
MP Spez Det Selektion
CHSelektion des Militärpolizei-Spezialdetachements der Schweizer Armee: Grundkrafttest, Marsch- und Schwimmleistung, Schiessprüfung, Stresssimulation und Sicherheitsprüfung, aufbauend auf MP-Grundausbildung.
Orientierungsmarsch (O-Marsch)
DEMarsch mit Karte und Kompass zu vorgegebenen Punkten, meist bei Nacht und mit Last. Prüft Navigation, Entscheidungsfähigkeit und Marschhärte gleichzeitig.
Päpstliche Schweizergarde
CHPersonenschutzeinheit des Papstes mit Sitz im Vatikan. Bewerbung nur für katholische Schweizer Bürger mit abgeschlossener Rekrutenschule und einwandfreiem Leumund.
Para-Commando
BEFallschirmjäger- und Kommandotradition der belgischen Streitkräfte, heute im Special Operations Regiment gebündelt. Eigene Sprung- und Kommandoausbildung.
PFV – Potenzialfeststellungsverfahren
DEPFV steht für Potenzialfeststellungsverfahren. Es ist keine einzelne, einheitliche Prüfung, sondern die Sammelbezeichnung für die mehrstufigen Auswahlverfahren mehrerer Verwendungen der Bundeswehr — unter anderem KSK, KSM und EGB. Ablauf, Stationen und Grenzwerte legt jede Einheit selbst fest und passt sie regelmäßig an; verbindlich ist immer die aktuelle Verfahrensbeschreibung der jeweiligen Einheit. Gemeinsame Bausteine sind in der Regel Ausdauer, Kraft, Schwimmen, Orientierung, Koordination und kognitive Leistung unter Vorermüdung.
PMT – Psychomotorik-Test
DEPrüft das Zusammenspiel von Wahrnehmung, Koordination und Bewegung unter Zeitdruck, etwa an Zweihand- oder Steuerungsgeräten des Wiener Testsystems.
Potentialanalyse (PA)
DEIn Vorbereitungsquellen genannter Abschnitt der KSK-Auswahl. Offiziell gliedert sich das Potenzialfeststellungsverfahren in Teil I und Teil II.
Potenzialfeststellungsverfahren (PFV, Bundeswehr)
DEKSK-spezifische Ausprägung des Potenzialfeststellungsverfahrens (PFV) in zwei Teilen mit körperlichen, kognitiven, koordinativen und psychologischen Prüfungen; ersetzt das frühere Eignungsfeststellungsverfahren (EFV). Ausführlich beschrieben im Haupteintrag PFV – Potenzialfeststellungsverfahren.
Recce – Aufklärer Composante Terre
BEAufklärungskomponente der belgischen Landstreitkräfte (u. a. ISTAR-Bataillon). Zusatzausbildungen in Beobachtung, Navigation und Fernaufklärung — teils Sprungbrett Richtung SFG.
Reconnaissance Company (Recce Coy)
LUAufklärungskompanie der Armée luxembourgeoise mit erweiterten Anforderungen an Marsch-, Navigations- und Schießfähigkeit. Sprungbrett für internationale Verwendungen und Sonderausbildungen.
SOF – Special Operations Forces
DESammelbegriff für Kräfte für spezielle Operationen, der sowohl Special Forces (KSK, KSM) als auch Specialized Forces (EGB) umfasst.
Special Forces Group (SFG)
BESpezialkräfte des belgischen Heeres im Special Operations Regiment, dessen Hauptquartier in Heverlee liegt. Auswahl über mehrmonatiges Verfahren mit hoher Abbruchquote.
Special Operations Regiment (SOR)
BEDachverband der belgischen Spezialoperationskräfte seit 2018, hervorgegangen aus der Para-Commando-Tradition.
Specialized Forces vs. Special Forces
DENATO-Unterscheidung: Special Forces (SF) sind Kommandokräfte wie KSK und KSM, Specialized Forces sind spezialisierte Kräfte wie die EGB-Kräfte. Beide zählen zum SOF-Verbund.
Spezialpioniere (EGB)
DEEGB-befähigte Pionierkräfte für Sprengen, Überwinden und Infrastrukturaufgaben im Umfeld spezieller Operationen.
Sternmarsch / Sternlauf
DEMarschform, bei der von einem Punkt sternförmig mehrere Ziele angelaufen werden, oft unter Zeit- und Schlafdruck.
Trainierbarkeit
DEIm neuen Verfahren bewertetes Kriterium, wie schnell ein Bewerber unter Anleitung Fähigkeiten verbessert.
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