Auswahlverfahren allgemein
Alle Fachbegriffe der Kategorie Auswahlverfahren allgemein im Kontext von Auswahlverfahren bei Militär- und Polizei-Spezialeinheiten in DACH & Benelux.
Assessment-Center (AC)
DEMehrstündiger Testtag mit Gruppendiskussion, Einzelinterview, Rollenspiel und teils Postkorbübung; bewertet Kommunikation, Stressresistenz, Entscheidungs- und Teamfähigkeit.
Auswahlverfahren (AV)
DEMehrstufiger Prozess zur Feststellung von Eignung, Leistung und Befähigung für eine Laufbahn oder Einheit.
Bestehensquote
DEAnteil der Bewerber, der ein Verfahren erfolgreich abschließt; bei Spezialeinheiten oft im niedrigen Prozentbereich.
Bewertungsmatrix (Punktesystem)
DESchema, das Einzelleistungen in Punkte übersetzt und Bewerber vergleichbar macht. Wer Mindestwerte nur knapp erfüllt, verliert im Ranking gegen Bewerber mit Puffer.
Bundeswehr-Bewerbung (Ablauf)
DEBewerbungsweg der Bundeswehr: Online-Bewerbung, Beratungsgespräch im Karrierecenter, Eignungsfeststellung (CAT-Test, Sporttest, ärztliche Untersuchung, Gespräche) und abschließend das Einplanungsgespräch mit Verwendungsvorschlag.
Bundeswehr-Einstellungstest
DEMehrtägiges Assessment im Karrierecenter aus computergestütztem Testverfahren (CAT), Sporttest, ärztlicher Untersuchung und Einstellungsgespräch. Das Ergebnis entscheidet über Laufbahn, Verwendungsreihe und Einplanungstermin.
CGSU / DSU-Selektion
BESelektion für die Directorate of Special Units (DSU/CGSU) der Föderalen Polizei. Physische und psychologische Prüfungen, Schießen, Fahrtraining, Stress- und Rollen-Szenarien über mehrere Wochen.
Concours d'admission (Defensie)
BEZentraler Aufnahmewettbewerb für Offiziers-, Unteroffiziers- und Freiwilligen-Laufbahnen der belgischen Streitkräfte. Kombination aus kognitiven Tests, medizinischer Untersuchung, Sporttest, Persönlichkeitsprüfung und Sprachtest (FR/NL).
Eignungsabklärung
CHSchweizer Begriff für die Eignungsprüfung in Polizei- und Sicherheitsberufen aus Sporttest, Theorietest, Assessment, Medizin und Sicherheitsprüfung.
Einplanungsgespräch
DEAbschlussgespräch im Karrierecenter, in dem aus Testergebnissen, Tauglichkeitsgrad und Bedarf die konkrete Verwendung und der Einstellungstermin festgelegt werden.
Einstellungsberater
DEAnsprechpartner der Polizei für Bewerber zu Voraussetzungen, Terminen und Ablauf. Ein frühes Gespräch spart oft Monate, weil Ausschlusskriterien sofort geklärt sind.
Einstellungsvoraussetzungen
DEGrundbedingungen für die Bewerbung: Staatsangehörigkeit, Schulabschluss, Alter, Gesundheit, einwandfreies Führungszeugnis, oft Führerschein Klasse B.
Exekutivdienst
ATÖsterreichischer Begriff für den polizeilichen Vollzugsdienst. Der Einstieg erfolgt nach bestandenem Aufnahmeverfahren und Grundausbildung regulär in der Verwendungsgruppe E2a; die genaue Einstufung sollte im Einzelfall bei der zuständigen Landespolizeidirektion erfragt werden.
K.-o.-Kriterium
DEEinzelanforderung, deren Nichterfüllen sofort zum Ausscheiden führt — unabhängig von allen anderen Ergebnissen. Typisch bei Sporttest-Mindestwerten, Sehschärfe und Diktat.
Mindestanforderung (Sollwert)
DEFestgelegte Untergrenze in Zeit, Wiederholungen oder Distanz. Wer nur den Mindestwert erreicht, besteht formal, verliert aber im Ranking gegen Bewerber mit Reserve.
Nachtest / Wiederholungsversuch
DEZweiter Versuch nach nicht bestandenem Teil des Verfahrens. Sperrfristen liegen üblicherweise zwischen 6 und 12 Monaten; die Zahl der Versuche ist bei vielen Behörden auf zwei bis drei begrenzt.
Rekrutierungstage (2–3 Tage)
CHMehrtägiges Rekrutierungsverfahren der Schweizer Armee mit medizinischer, sportlicher (Grundkrafttest), psychologischer und intellektueller Abklärung.
Selektion (Schweiz)
CHIm Schweizer Sicherheits- und Militärbereich gebräuchlicher Begriff für das Auswahl- und Selektionsverfahren. Entspricht dem deutschen Auswahlverfahren.
SFG-Selektion (Vaux-sur-Sûre)
BEMehrwöchige Selektion für die Special Forces Group in Vaux-sur-Sûre / Camp Roi Albert. Kombination aus Marsch mit Last, Cross-Country, Schwimmen, Klettern, Navigation und psychologischer Bewertung — bekannt für hohe Ausfallquote.
Sicherheitsüberprüfung (SÜ / SÜG)
DEBehördliche Prüfung der Vertrauenswürdigkeit für sicherheitsempfindliche Tätigkeiten; in der Bundeswehr über den MAD in den Stufen Ü1 bis Ü3.
SPHAIR – fliegerische Voreignungsabklärung
CHSchnupperkurs und Voreignungsabklärung des Bundes für angehende Militär-, Linien- und Berufspiloten sowie Fallschirmaufklärer (Kp 17).
Strukturiertes Interview
DEStandardisiertes Gespräch mit festen Fragen und Bewertungskriterien für vergleichbare Beurteilungen.
Strukturiertes Interview
DEStandardisiertes Auswahlgespräch mit festen Fragenblöcken zu Motivation, Verfassungstreue, Belastungserfahrung und Teamverhalten. Bewertet wird anhand eines Punkteschemas, nicht nach Sympathie.
USP – Sélection (Unité Spéciale de la Police)
LUSelektion für die Spezialeinheit der Police Grand-Ducale. Kombination aus Ausdauer, Kraftausdauer, Schwimmen, Schießen, taktischen Rollenspielen und psychologischer Prüfung über mehrere Tage.
Vorauswahl
DEErste Filterstufe aus Unterlagen und Basistests, die ungeeignete Bewerber vor dem Hauptverfahren aussortiert.
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