Bankdrücken
Selten Pflicht, meist freiwillig; bewertet wird oft die Relativkraft (z.B. einmal Körpergewicht).
Bankdrücken wird in einigen Auswahlverfahren als Kraftnachweis geprüft — in Bayern etwa als Wiederholungstest mit prozentualem Anteil des Körpergewichts.
Bewertung und Technik
Gültig ist in der Regel nur, wer die Stange kontrolliert bis zur Brust senkt und die Arme oben vollständig streckt. Abgebrochen wird bei Absetzen auf der Brust, Prellen, Anheben des Gesäßes oder Hilfe durch den Sicherungspartner.
Weil Wiederholungen gezählt werden, entscheidet Kraftausdauer — nicht das Einer-Maximum. Ein hoher Maximalwert bei schlechter Wiederholungsleistung bringt im Test wenig.
Vorbereitung
Trainiere zweimal pro Woche im Bereich 8–12 Wiederholungen mit dem Testgewicht oder knapp darüber, ergänzt um Trizeps- und Schulterarbeit sowie Rudern als Gegenspieler. Sechs bis zehn Wochen reichen für deutliche Zuwächse.
Zwei Wochen vor dem Test das Volumen reduzieren und einmal unter Testbedingungen prüfen: gleiches Gewicht, gleiche Kommandos, Partner sichert. So gibt es am Testtag keine Überraschung.
Häufige Fragen
Wie viel muss ich beim Bankdrücken im Sporttest schaffen?+
Das hängt von der Behörde ab; üblich sind Wiederholungen mit einem festen Anteil des Körpergewichts, in Bayern nach der maßgeblichen Prüfungsvorschrift.
Zählt Maximalkraft oder Wiederholungszahl?+
In Auswahlverfahren fast immer die Wiederholungszahl mit vorgegebenem Gewicht.
Was macht eine Wiederholung ungültig?+
Absetzen oder Prellen auf der Brust, unvollständige Streckung, Anheben des Gesäßes oder Unterstützung durch den Helfer.
Bankdrücken ist Teil der Kategorie Fitness-Test (körperlich) und im Auswahlverfahren-Kontext von Deutschland relevant. Wer sich auf eine Spezialeinheit vorbereitet, sollte diesen Begriff sicher einordnen können — sowohl im theoretischen Teil als auch in der praktischen Umsetzung.
Bereit für dein Auswahlverfahren?
Über 400 bestandene Verfahren. Kostenloses Erstgespräch.
Verwandte Begriffe
Sporttest der Bundeswehr aus drei Disziplinen: 11×10-m-Sprinttest, Klimmhang und 1000-m-Lauf (im Auswahlverfahren häufig 3000-m-Fahrradergometer). Löste 2010 den Physical Fitness Test (PFT) ab.
20-Meter-Pendellauf mit alle 60 Sekunden steigendem Tempo nach Tonsignal. Aus der erreichten Stufe wird die maximale Sauerstoffaufnahme (VO2max) geschätzt.
Kraftausdauertest über eine feste Zeit oder Wiederholungszahl. Prüft Ganzkörperbelastbarkeit und Atemkontrolle unter hoher Herzfrequenz.
12-Minuten-Lauf, bei dem die zurückgelegte Distanz zählt. Er wird nicht von allen Behörden eingesetzt – mehrere Landespolizeien nutzen stattdessen das Deutsche Sportabzeichen oder eigene Testformate. Die geforderte Distanz ist behörden- und länderabhängig und steht in der jeweiligen Ausschreibung.
Koordinations- und Schnelligkeitsparcours: Sprinten, Rollen über einen Turnkasten und Slalom um Stangen. Wird in einzelnen Landespolizeien und bei Sportabzeichen-Formaten eingesetzt — nicht Bestandteil der bayerischen Sportprüfung nach § 17 FachV-Pol/VS.
12-Minuten-Lauf im belgischen Verteidigungsministerium mit gestaffelten Mindestwerten nach Verwendung und Geschlecht. Für Elite-Einheiten (SFG, SOR, Para/Cdo) deutlich über den regulären Werten.
