Schwimmtest
Prüfung der Schwimmfähigkeit über Strecke und Zeit, teils mit Streckentauchen oder Bergen einer Last (SEK, KSM).
Der Schwimmtest ist in vielen Polizei- und Militärverfahren ein K.-o.-Kriterium: Meist geht es um eine Pflichtstrecke in vorgegebener Zeit, teils zusätzlich um Streckentauchen, Kleiderschwimmen oder das Bergen eines Gegenstands.
Varianten je Behörde
Polizeiliche Verfahren verlangen oft eine überschaubare Pflichtstrecke in freier Lage plus Sprung vom Beckenrand. Militärische Spezialverfahren gehen deutlich weiter: Kraulstrecken auf Zeit, Streckentauchen, Kleiderschwimmen und Wasserarbeit unter Vorermüdung.
Prüfe genau, ob die Lage frei wählbar ist. Wer Brust schwimmt, kommt bei knappen Zeitvorgaben oft nicht durch, während gleichmäßiges Kraulen mit ruhiger Atmung Reserven schafft.
| Verfahren | Anforderung | Charakter |
|---|---|---|
| Polizei (Land) | 100–200 m, teils mit Zeitlimit | Grundnachweis, oft Zulassungsvoraussetzung |
| Bundespolizei | Pflichtstrecke plus Sprung | Bestehen/Nichtbestehen |
| Spezialkräfte (z. B. KSM) | Lange Kraulstrecke, Tauchen, Kleiderschwimmen | Selektionsentscheidend |
Vorbereitung ohne Schwimmerhintergrund
Beginne mit zwei Techniksessions pro Woche: Beinschlag am Brett, Einarmzug, Atemrhythmus auf drei Züge. Erst wenn 4 × 50 m locker gleichmäßig laufen, kommen Umfänge und Zeitintervalle dazu.
Trockenübungen helfen mit: Schulterbeweglichkeit, Latzug, Rumpfstabilität. Streckentauchen nie allein trainieren — Hypoxie-Training gehört in Begleitung von qualifizierter Aufsicht.
Häufige Fragen
Was wird beim Schwimmtest im Auswahlverfahren verlangt?+
Meist eine Pflichtstrecke in vorgegebener Zeit, oft mit Sprung ins tiefe Wasser; Spezialverfahren ergänzen Tauchen und Kleiderschwimmen.
Darf man beim Schwimmtest Brust schwimmen?+
Häufig ja, aber bei Zeitvorgaben ist Kraulen fast immer die sicherere Wahl.
Wie lange braucht man, um Kraulen für den Test zu lernen?+
Mit zwei bis drei Einheiten pro Woche sind gleichmäßige Strecken meist in acht bis zwölf Wochen realistisch.
Schwimmtest ist Teil der Kategorie Fitness-Test (körperlich) und im Auswahlverfahren-Kontext von Deutschland relevant. Wer sich auf eine Spezialeinheit vorbereitet, sollte diesen Begriff sicher einordnen können — sowohl im theoretischen Teil als auch in der praktischen Umsetzung.
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Verwandte Begriffe
Sporttest der Bundeswehr aus drei Disziplinen: 11×10-m-Sprinttest, Klimmhang und 1000-m-Lauf (im Auswahlverfahren häufig 3000-m-Fahrradergometer). Löste 2010 den Physical Fitness Test (PFT) ab.
20-Meter-Pendellauf mit alle 60 Sekunden steigendem Tempo nach Tonsignal. Aus der erreichten Stufe wird die maximale Sauerstoffaufnahme (VO2max) geschätzt.
Kraftausdauertest über eine feste Zeit oder Wiederholungszahl. Prüft Ganzkörperbelastbarkeit und Atemkontrolle unter hoher Herzfrequenz.
12-Minuten-Lauf, bei dem die zurückgelegte Distanz zählt. Er wird nicht von allen Behörden eingesetzt – mehrere Landespolizeien nutzen stattdessen das Deutsche Sportabzeichen oder eigene Testformate. Die geforderte Distanz ist behörden- und länderabhängig und steht in der jeweiligen Ausschreibung.
Koordinations- und Schnelligkeitsparcours: Sprinten, Rollen über einen Turnkasten und Slalom um Stangen. Wird in einzelnen Landespolizeien und bei Sportabzeichen-Formaten eingesetzt — nicht Bestandteil der bayerischen Sportprüfung nach § 17 FachV-Pol/VS.
12-Minuten-Lauf im belgischen Verteidigungsministerium mit gestaffelten Mindestwerten nach Verwendung und Geschlecht. Für Elite-Einheiten (SFG, SOR, Para/Cdo) deutlich über den regulären Werten.
