Kategorie · 41 Begriffe

Training & Vorbereitung

Alle Fachbegriffe der Kategorie Training & Vorbereitung im Kontext von Auswahlverfahren bei Militär- und Polizei-Spezialeinheiten in DACH & Benelux.

3000 m schneller laufen

DE

Kombination aus Grundlagenumfang, Tempoläufen an der Schwelle und Intervallen im Zielrenntempo, dazu geübtes Pacing. Die häufigste Ursache schlechter Zeiten ist ein zu schnelles erstes Kilometer.

Ausdauer verbessern für das Auswahlverfahren

DE

Zielgerichteter Ausdaueraufbau mit hohem Anteil ruhiger Grundlagenläufe und wenigen harten Intervallen. Wer nur im Testtempo läuft, verbessert die Zeit kurzfristig und stagniert danach.

Belastungsstabilität

DE

Fähigkeit, unter körperlicher und mentaler Vorermüdung noch klare Entscheidungen zu treffen und Leistung abzurufen — das eigentliche Ziel taktischer Fitness und zentraler Prüfstein in reformierten Auswahlverfahren wie dem KSK-PFV.

Combat Fitness

DE

Englische Sammelbezeichnung für einsatzbezogene Fitness (Militär/Polizei). Im deutschen Sprachraum weitgehend deckungsgleich mit taktischer Fitness — Fokus auf Lasttragen, wiederholte Belastungsspitzen, Kraftausdauer und Regenerationsfähigkeit.

Cooper-Test abgebrochen

DE

Ein Abbruch im 12-Minuten-Lauf liegt fast immer an falscher Tempoeinteilung, nicht an fehlender Fitness. Wer die erste Runde zu schnell läuft, verliert mehr Meter, als er vorne gewinnt.

Deload-Woche

DE

Bewusst reduzierte Trainingswoche zur Regeneration innerhalb eines Mesozyklus. Ohne Deload steigt das Risiko für Überlastungsschäden vor dem Verfahren.

Einsatzfitness

DE

Fitness, die im echten Einsatz trägt — also im Schichtdienst, nach Schlafdefizit, mit Ausrüstung und über mehrere Stunden. Grundlage jeder Auswahlverfahren-Vorbereitung im militärischen und polizeilichen Bereich.

Funktionelle Grundfitness

DE

Solide Basis aus Ausdauer, Kraftausdauer, Rumpfstabilität und Beweglichkeit ohne einseitige Spezialisierung. Voraussetzung, um dienstliche und einsatzbezogene Anforderungen ohne erhöhtes Verletzungsrisiko zu erfüllen.

Grease the Groove

DE

Methode mit häufigen, submaximalen Wiederholungen zur Skill-Entwicklung, wirksam etwa für Klimmzüge.

HRV – Herzratenvariabilität

DE

Schwankung der Abstände zwischen Herzschlägen, gemessen morgens per Brustgurt oder Uhr. Sinkende HRV über mehrere Tage zeigt Erschöpfung an und ist in der Vorbereitung ein Signal zum Zurückschalten.

HYROX

DE

Wettkampfformat aus acht Laufkilometern und acht Kraft-/Ausdauerstationen. Für Bewerber ein realistischer Belastungstest, weil Laufen unter Vorermüdung wie im Auswahlverfahren geprüft wird.

Kettlebell Swing

DE

Hüftdominante Schwungbewegung mit der Kugelhantel. Trainiert Hüftstreckung, Rumpf und Griffkraft und eignet sich als konditionierender Block für Lasttragen und Rettungsübungen.

Klimmzug-Plateau

DE

Stagnation bei fünf bis acht Wiederholungen entsteht meist durch zu wenige Trainingstage und zu viele Maximalsätze. Lösung sind häufigere submaximale Einheiten, saubere Griffvarianten und gezielte Rumpfarbeit.

Klimmzüge steigern

DE

Systematischer Aufbau der Zugkraft über Frequenz statt Maximalversuche: mehrere submaximale Sätze pro Woche, negative Wiederholungen und Rudervarianten als Zusatzvolumen. Zweistellige Klimmzüge sind Trainingsergebnis, kein Talent.

Kreatin

DE

Gut untersuchtes Supplement (3–5 g Monohydrat täglich), das Kraft- und Schnellkraftleistung verbessert. Es ersetzt kein Training und ist in Auswahlverfahren nicht verboten, Wasserretention von 1–2 kg ist normal.

Laktatschwelle

DE

Belastungspunkt, ab dem Laktat schneller anfällt als es abgebaut wird. Sie bestimmt das Tempo, das über 3000 m oder 12 Minuten stabil gehalten werden kann.

Marschtraining aufbauen

DE

Progressiver Aufbau von Gepäckmärschen über Distanz zuerst, Last danach und Tempo zuletzt. Fußpflege, eingelaufene Stiefel und Rucksackpassform entscheiden häufiger über den Abbruch als die Beinkraft.

Mental Toughness

DE

Fähigkeit, unter Erschöpfung, Kälte, Nässe und Schlafmangel handlungsfähig zu bleiben. Bei SEK-, GSG-9- und KSK-Verfahren zentraler Bewertungspunkt.

Military Fitness

DE

Fitness-Kategorie für militärische Anforderungen: Cooper-Test-fähige Grundlagenausdauer, wiederholte Kraftausdauer (Klimmzüge, Liegestütz, Sit-ups), Lasttragen über Stunden und Marschleistung. Kern der taktischen Fitness-Methodik.

Periodisierung

DE

Strukturierung des Trainings in Zyklen: Makro über Monate, Meso über Wochen, Mikro über eine Woche. Ohne Periodisierung kommt die Form selten am Prüfungstag an.

Plate-Carrier-Training

DE

Training mit Weste (Plate Carrier) oder Trainingsweste zur Steigerung der einsatzspezifischen Kraftausdauer. Ergänzt Grundlagenausdauer und Kraftarbeit — kein Ersatz.

Polarisiertes Training

DE

Verteilung des Ausdauertrainings auf viel niedrige und wenig hohe Intensität. Für Auswahlverfahren effektiver als dauerhaftes Training im mittleren Bereich.

Proteinbedarf

DE

In intensiven Vorbereitungsphasen rund 1,6–2,2 g Eiweiß pro Kilogramm Körpergewicht am Tag, verteilt auf drei bis vier Mahlzeiten — Grundlage für Muskelaufbau und Erholung bei hohem Marsch- und Laufumfang.

Regeneration

DE

Erholungsphase, in der der Trainingsreiz erst zur Leistungssteigerung wird. Steuergrößen sind Schlaf, Ernährung, Belastungsverteilung und Deload-Wochen — im Auswahlverfahren entscheidend für Verletzungsfreiheit.

Ruck-/Marsch-Training

DE

Progressives Training mit Rucksack- bzw. Marschlast (typisch 15–25 kg). Aufbau in Wochen, nicht Wochenenden — Zielgrößen: konstantes Tempo, saubere Körperhaltung, keine Blasen, kein Kraftverlust in Beinen/Rumpf.

Schlafhygiene

DE

Feste Schlafzeiten, dunkler kühler Raum, kein Koffein am Abend und Bildschirmpause vor dem Zubettgehen. 7–9 Stunden Schlaf sind der stärkste Hebel für Belastungstoleranz und kognitive Leistung im Test.

Schwimmen für das Auswahlverfahren

DE

Vorbereitung auf Schwimmstationen von Polizei, Marine und Spezialkräften: Technikarbeit im Kraul und Brust, Zeitschwimmen, Kleiderschwimmen und ruhiges Streckentauchen. Wasserangst ist trainierbar, Technikdefizite sind es nur mit Anleitung.

Sporttest nicht geschafft

DE

Nicht bestandener Sporttest bedeutet in fast allen Behörden eine Wartezeit bis zur erneuten Bewerbung, meist sechs bis zwölf Monate. Diese Zeit ist der eigentliche Vorteil: mit strukturiertem Aufbau ist der zweite Versuch statistisch der erfolgreichere.

Sprintzeit verbessern

DE

Verbesserung der Grundschnelligkeit über Sprinttechnik, Startbeschleunigung, Sprungkraft und kurze maximale Läufe mit vollständiger Pause. Sprints im ermüdeten Zustand trainieren Ausdauer, nicht Schnelligkeit.

Stressinokulation

DE

Trainingsprinzip, bei dem Belastungsreize schrittweise dosiert werden, damit der Körper Stress als bekannt einordnet. Kernmethode jeder seriösen Selektionsvorbereitung.

Taktische Fitness

DE

Trainings-Methodik von NXTGEN Athlete für Soldaten, Polizisten und Bewerber auf Spezialeinheiten: breit aufgestellt (Ausdauer, Kraftausdauer, Rumpfstabilität, Lasttragen, Kopf) statt auf eine Maximalleistung optimiert. Ziel ist Belastbarkeit über lange Zeiträume unter unvorhersehbaren Bedingungen — mit Last, bei schlechtem Schlaf, im vorermüdeten Zustand.

Taktische Fitness (Belgien)

BE

Trainings-Methodik von NXTGEN Athlete für Bewerber und Angehörige der belgischen Streitkräfte (Defensie/La Défense), der Föderalen und Lokalen Polizei sowie der Spezialeinheiten Special Forces Group (SFG), Special Operations Regiment (SOR), Para-Commando und DSU/CGSU. Fokus: Grundlagenausdauer, Kraftausdauer, Rumpf, Rucksack-/Marschleistung, Schwimmen und Belastungsstabilität — abgestimmt auf die épreuves de sélection / selectieproeven, Cooper-Test und den mehrtägigen SFG-Selektionsparcours.

Taktische Fitness (Luxemburg)

LU

Trainings-Methodik von NXTGEN Athlete für Bewerber und Angehörige der Armée luxembourgeoise (Centre Militaire Herrenberg, Diekirch), der Police Grand-Ducale sowie der Unité Spéciale de la Police (USP). Fokus: Cooper-Test, épreuves physiques, Marschleistung mit Ausrüstung, Schwimmen, Schießen und Belastungsstabilität — abgestimmt auf die épreuve d'aptitude générale und den Aufnahmeparcours für Carrière B1/C1/A1.

Taktische Fitness (Österreich)

AT

Trainings-Methodik von NXTGEN Athlete für Bewerber und Angehörige des Österreichischen Bundesheers, der Exekutive (Polizei) sowie Spezialeinheiten wie Jagdkommando, EKO Cobra und WEGA. Fokus: Grundlagenausdauer, Kraftausdauer, Rumpfstabilität, Lasttragen und Belastungsstabilität — abgestimmt auf Aufnahmetest, sportmedizinische Untersuchung und Basisausbildung 1–3.

Taktische Fitness (Schweiz)

CH

Trainings-Methodik von NXTGEN Athlete für Stellungspflichtige, RS-Rekruten, Durchdiener sowie Bewerber auf AAD 10, DRA 10, MP Spez Det, Grenadiere (Kp 20), Fallschirmaufklärer (Kp 17) und Berufsmilitär. Aufbau von Grundkrafttest, 12-Minuten-Lauf und Marschleistung bis zur Belastungsstabilität für Selektionen und WK-Alltag.

Taktischer Athlet

DE

Trainingskonzept, das sich am Einsatzprofil orientiert statt an Sportart-Ästhetik: Lasttragen, Ausdauer, Kraftausdauer, Robustheit und Regeneration im Zusammenspiel.

Tapering

DE

Reduktion des Trainingsvolumens vor Test oder Wettkampf, bei Auswahlverfahren rund ein bis zwei Wochen.

Trailrunning

DE

Laufen im Gelände mit Höhenmetern und wechselndem Untergrund. Es trainiert Fußstabilität, Trittsicherheit und Marschhärte und überträgt sich direkt auf Gefechtsmärsche und Geländeläufe.

Übertraining vor dem Test

DE

Zu viel Volumen in den letzten Wochen kostet Leistung: sinkende Herzratenvariabilität, schlechter Schlaf und stagnierende Zeiten sind Warnzeichen. Die letzten sieben bis zehn Tage gehören der Belastungsreduktion, nicht dem letzten harten Block.

Wenig Zeit bis zum Auswahlverfahren

DE

Bei weniger als acht Wochen Vorlauf zählt Priorisierung: die K.-o.-Stationen zuerst, Technik vor Umfang, Testsimulationen unter realen Bedingungen und ein kurzes Tapering vor dem Termin.

Zone-2-Training

DE

Ruhiges Ausdauertraining bei etwa 60–70 % der maximalen Herzfrequenz. Es baut die aerobe Basis für Cooper-Test, Marschleistung und Mehrtagesbelastung, ohne die Regeneration zu kosten.

Länder-Guides · DACH & Benelux

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