Training & Vorbereitung
Alle Fachbegriffe der Kategorie Training & Vorbereitung im Kontext von Auswahlverfahren bei Militär- und Polizei-Spezialeinheiten in DACH & Benelux.
3000 m schneller laufen
DEKombination aus Grundlagenumfang, Tempoläufen an der Schwelle und Intervallen im Zielrenntempo, dazu geübtes Pacing. Die häufigste Ursache schlechter Zeiten ist ein zu schnelles erstes Kilometer.
Ausdauer verbessern für das Auswahlverfahren
DEZielgerichteter Ausdaueraufbau mit hohem Anteil ruhiger Grundlagenläufe und wenigen harten Intervallen. Wer nur im Testtempo läuft, verbessert die Zeit kurzfristig und stagniert danach.
Belastungsstabilität
DEFähigkeit, unter körperlicher und mentaler Vorermüdung noch klare Entscheidungen zu treffen und Leistung abzurufen — das eigentliche Ziel taktischer Fitness und zentraler Prüfstein in reformierten Auswahlverfahren wie dem KSK-PFV.
Combat Fitness
DEEnglische Sammelbezeichnung für einsatzbezogene Fitness (Militär/Polizei). Im deutschen Sprachraum weitgehend deckungsgleich mit taktischer Fitness — Fokus auf Lasttragen, wiederholte Belastungsspitzen, Kraftausdauer und Regenerationsfähigkeit.
Cooper-Test abgebrochen
DEEin Abbruch im 12-Minuten-Lauf liegt fast immer an falscher Tempoeinteilung, nicht an fehlender Fitness. Wer die erste Runde zu schnell läuft, verliert mehr Meter, als er vorne gewinnt.
Deload-Woche
DEBewusst reduzierte Trainingswoche zur Regeneration innerhalb eines Mesozyklus. Ohne Deload steigt das Risiko für Überlastungsschäden vor dem Verfahren.
Einsatzfitness
DEFitness, die im echten Einsatz trägt — also im Schichtdienst, nach Schlafdefizit, mit Ausrüstung und über mehrere Stunden. Grundlage jeder Auswahlverfahren-Vorbereitung im militärischen und polizeilichen Bereich.
Funktionelle Grundfitness
DESolide Basis aus Ausdauer, Kraftausdauer, Rumpfstabilität und Beweglichkeit ohne einseitige Spezialisierung. Voraussetzung, um dienstliche und einsatzbezogene Anforderungen ohne erhöhtes Verletzungsrisiko zu erfüllen.
Grease the Groove
DEMethode mit häufigen, submaximalen Wiederholungen zur Skill-Entwicklung, wirksam etwa für Klimmzüge.
HRV – Herzratenvariabilität
DESchwankung der Abstände zwischen Herzschlägen, gemessen morgens per Brustgurt oder Uhr. Sinkende HRV über mehrere Tage zeigt Erschöpfung an und ist in der Vorbereitung ein Signal zum Zurückschalten.
HYROX
DEWettkampfformat aus acht Laufkilometern und acht Kraft-/Ausdauerstationen. Für Bewerber ein realistischer Belastungstest, weil Laufen unter Vorermüdung wie im Auswahlverfahren geprüft wird.
Kettlebell Swing
DEHüftdominante Schwungbewegung mit der Kugelhantel. Trainiert Hüftstreckung, Rumpf und Griffkraft und eignet sich als konditionierender Block für Lasttragen und Rettungsübungen.
Klimmzug-Plateau
DEStagnation bei fünf bis acht Wiederholungen entsteht meist durch zu wenige Trainingstage und zu viele Maximalsätze. Lösung sind häufigere submaximale Einheiten, saubere Griffvarianten und gezielte Rumpfarbeit.
Klimmzüge steigern
DESystematischer Aufbau der Zugkraft über Frequenz statt Maximalversuche: mehrere submaximale Sätze pro Woche, negative Wiederholungen und Rudervarianten als Zusatzvolumen. Zweistellige Klimmzüge sind Trainingsergebnis, kein Talent.
Kreatin
DEGut untersuchtes Supplement (3–5 g Monohydrat täglich), das Kraft- und Schnellkraftleistung verbessert. Es ersetzt kein Training und ist in Auswahlverfahren nicht verboten, Wasserretention von 1–2 kg ist normal.
Laktatschwelle
DEBelastungspunkt, ab dem Laktat schneller anfällt als es abgebaut wird. Sie bestimmt das Tempo, das über 3000 m oder 12 Minuten stabil gehalten werden kann.
Marschtraining aufbauen
DEProgressiver Aufbau von Gepäckmärschen über Distanz zuerst, Last danach und Tempo zuletzt. Fußpflege, eingelaufene Stiefel und Rucksackpassform entscheiden häufiger über den Abbruch als die Beinkraft.
Mental Toughness
DEFähigkeit, unter Erschöpfung, Kälte, Nässe und Schlafmangel handlungsfähig zu bleiben. Bei SEK-, GSG-9- und KSK-Verfahren zentraler Bewertungspunkt.
Military Fitness
DEFitness-Kategorie für militärische Anforderungen: Cooper-Test-fähige Grundlagenausdauer, wiederholte Kraftausdauer (Klimmzüge, Liegestütz, Sit-ups), Lasttragen über Stunden und Marschleistung. Kern der taktischen Fitness-Methodik.
Periodisierung
DEStrukturierung des Trainings in Zyklen: Makro über Monate, Meso über Wochen, Mikro über eine Woche. Ohne Periodisierung kommt die Form selten am Prüfungstag an.
Plate-Carrier-Training
DETraining mit Weste (Plate Carrier) oder Trainingsweste zur Steigerung der einsatzspezifischen Kraftausdauer. Ergänzt Grundlagenausdauer und Kraftarbeit — kein Ersatz.
Polarisiertes Training
DEVerteilung des Ausdauertrainings auf viel niedrige und wenig hohe Intensität. Für Auswahlverfahren effektiver als dauerhaftes Training im mittleren Bereich.
Proteinbedarf
DEIn intensiven Vorbereitungsphasen rund 1,6–2,2 g Eiweiß pro Kilogramm Körpergewicht am Tag, verteilt auf drei bis vier Mahlzeiten — Grundlage für Muskelaufbau und Erholung bei hohem Marsch- und Laufumfang.
Regeneration
DEErholungsphase, in der der Trainingsreiz erst zur Leistungssteigerung wird. Steuergrößen sind Schlaf, Ernährung, Belastungsverteilung und Deload-Wochen — im Auswahlverfahren entscheidend für Verletzungsfreiheit.
Ruck-/Marsch-Training
DEProgressives Training mit Rucksack- bzw. Marschlast (typisch 15–25 kg). Aufbau in Wochen, nicht Wochenenden — Zielgrößen: konstantes Tempo, saubere Körperhaltung, keine Blasen, kein Kraftverlust in Beinen/Rumpf.
Schlafhygiene
DEFeste Schlafzeiten, dunkler kühler Raum, kein Koffein am Abend und Bildschirmpause vor dem Zubettgehen. 7–9 Stunden Schlaf sind der stärkste Hebel für Belastungstoleranz und kognitive Leistung im Test.
Schwimmen für das Auswahlverfahren
DEVorbereitung auf Schwimmstationen von Polizei, Marine und Spezialkräften: Technikarbeit im Kraul und Brust, Zeitschwimmen, Kleiderschwimmen und ruhiges Streckentauchen. Wasserangst ist trainierbar, Technikdefizite sind es nur mit Anleitung.
Sporttest nicht geschafft
DENicht bestandener Sporttest bedeutet in fast allen Behörden eine Wartezeit bis zur erneuten Bewerbung, meist sechs bis zwölf Monate. Diese Zeit ist der eigentliche Vorteil: mit strukturiertem Aufbau ist der zweite Versuch statistisch der erfolgreichere.
Sprintzeit verbessern
DEVerbesserung der Grundschnelligkeit über Sprinttechnik, Startbeschleunigung, Sprungkraft und kurze maximale Läufe mit vollständiger Pause. Sprints im ermüdeten Zustand trainieren Ausdauer, nicht Schnelligkeit.
Stressinokulation
DETrainingsprinzip, bei dem Belastungsreize schrittweise dosiert werden, damit der Körper Stress als bekannt einordnet. Kernmethode jeder seriösen Selektionsvorbereitung.
Taktische Fitness
DETrainings-Methodik von NXTGEN Athlete für Soldaten, Polizisten und Bewerber auf Spezialeinheiten: breit aufgestellt (Ausdauer, Kraftausdauer, Rumpfstabilität, Lasttragen, Kopf) statt auf eine Maximalleistung optimiert. Ziel ist Belastbarkeit über lange Zeiträume unter unvorhersehbaren Bedingungen — mit Last, bei schlechtem Schlaf, im vorermüdeten Zustand.
Taktische Fitness (Belgien)
BETrainings-Methodik von NXTGEN Athlete für Bewerber und Angehörige der belgischen Streitkräfte (Defensie/La Défense), der Föderalen und Lokalen Polizei sowie der Spezialeinheiten Special Forces Group (SFG), Special Operations Regiment (SOR), Para-Commando und DSU/CGSU. Fokus: Grundlagenausdauer, Kraftausdauer, Rumpf, Rucksack-/Marschleistung, Schwimmen und Belastungsstabilität — abgestimmt auf die épreuves de sélection / selectieproeven, Cooper-Test und den mehrtägigen SFG-Selektionsparcours.
Taktische Fitness (Luxemburg)
LUTrainings-Methodik von NXTGEN Athlete für Bewerber und Angehörige der Armée luxembourgeoise (Centre Militaire Herrenberg, Diekirch), der Police Grand-Ducale sowie der Unité Spéciale de la Police (USP). Fokus: Cooper-Test, épreuves physiques, Marschleistung mit Ausrüstung, Schwimmen, Schießen und Belastungsstabilität — abgestimmt auf die épreuve d'aptitude générale und den Aufnahmeparcours für Carrière B1/C1/A1.
Taktische Fitness (Österreich)
ATTrainings-Methodik von NXTGEN Athlete für Bewerber und Angehörige des Österreichischen Bundesheers, der Exekutive (Polizei) sowie Spezialeinheiten wie Jagdkommando, EKO Cobra und WEGA. Fokus: Grundlagenausdauer, Kraftausdauer, Rumpfstabilität, Lasttragen und Belastungsstabilität — abgestimmt auf Aufnahmetest, sportmedizinische Untersuchung und Basisausbildung 1–3.
Taktische Fitness (Schweiz)
CHTrainings-Methodik von NXTGEN Athlete für Stellungspflichtige, RS-Rekruten, Durchdiener sowie Bewerber auf AAD 10, DRA 10, MP Spez Det, Grenadiere (Kp 20), Fallschirmaufklärer (Kp 17) und Berufsmilitär. Aufbau von Grundkrafttest, 12-Minuten-Lauf und Marschleistung bis zur Belastungsstabilität für Selektionen und WK-Alltag.
Taktischer Athlet
DETrainingskonzept, das sich am Einsatzprofil orientiert statt an Sportart-Ästhetik: Lasttragen, Ausdauer, Kraftausdauer, Robustheit und Regeneration im Zusammenspiel.
Tapering
DEReduktion des Trainingsvolumens vor Test oder Wettkampf, bei Auswahlverfahren rund ein bis zwei Wochen.
Trailrunning
DELaufen im Gelände mit Höhenmetern und wechselndem Untergrund. Es trainiert Fußstabilität, Trittsicherheit und Marschhärte und überträgt sich direkt auf Gefechtsmärsche und Geländeläufe.
Übertraining vor dem Test
DEZu viel Volumen in den letzten Wochen kostet Leistung: sinkende Herzratenvariabilität, schlechter Schlaf und stagnierende Zeiten sind Warnzeichen. Die letzten sieben bis zehn Tage gehören der Belastungsreduktion, nicht dem letzten harten Block.
Wenig Zeit bis zum Auswahlverfahren
DEBei weniger als acht Wochen Vorlauf zählt Priorisierung: die K.-o.-Stationen zuerst, Technik vor Umfang, Testsimulationen unter realen Bedingungen und ein kurzes Tapering vor dem Termin.
Zone-2-Training
DERuhiges Ausdauertraining bei etwa 60–70 % der maximalen Herzfrequenz. Es baut die aerobe Basis für Cooper-Test, Marschleistung und Mehrtagesbelastung, ohne die Regeneration zu kosten.
Länder-Guides · DACH & Benelux
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