gD – Gehobener Dienst
Standardlaufbahn seit Abschaffung des mittleren Dienstes; dreijähriges Bachelorstudium an der Polizei-Hochschule.
Der gehobene Dienst (gD) ist die Laufbahn mit dualem Studium zum Polizeikommissar: drei Jahre Bachelor, Einstieg meist in A9 oder A10 und deutlich höheres Endamt als im mittleren Dienst.
Studium und Praxis
Das Studium verbindet Rechtsfächer (Straf-, Eingriffs- und Verfassungsrecht), Kriminalistik, Einsatzlehre, Psychologie und Sozialwissenschaften mit Praxisstationen in Streifendienst, Kriminalpolizei und geschlossenen Einheiten.
Bewertet wird laufend: Klausuren, Praxisbeurteilungen, Sport und Schießen. Diese Noten wirken später auf Verwendungsentscheidungen und Beförderungen.
| Phase | Amt | Inhalt |
|---|---|---|
| Studium | Anwärterbezüge | Bachelor mit Praxisabschnitten |
| Einstieg | A9/A10 | Streifen- oder Einsatzdienst |
| Bewährung | A11 | Sachbearbeitung, Spezialverwendung |
| Führung | A12–A13 | Dienstgruppen- und Kommissariatsleitung |
Warum der gD strategisch attraktiv ist
Höheres Endamt, breitere Verwendungsmöglichkeiten (K, Spezialeinheiten, LKA, Führung) und schnellere Besoldungsentwicklung. Der Preis: härterer Bewerberwettbewerb und akademische Prüfungslast neben Sport und Dienst.
Häufige Fragen
Was verdient man im gehobenen Dienst nach dem Studium?+
Der Einstieg erfolgt meist in A9 oder A10, je Bundesland zuzüglich Polizeizulage und Schichtzuschlägen.
Braucht man Abitur für den gehobenen Dienst?+
Ja, in der Regel Abitur oder Fachhochschulreife; alternativ ist der Aufstieg aus dem mittleren Dienst möglich.
Ist das Studium schwer?+
Es ist rechtslastig und dicht getaktet; die häufigste Hürde sind Eingriffsrecht und Strafrecht neben Sport- und Schießausbildung.
gD – Gehobener Dienst ist Teil der Kategorie Ausbildung & Dienstgrade und im Auswahlverfahren-Kontext von Deutschland relevant. Wer sich auf eine Spezialeinheit vorbereitet, sollte diesen Begriff sicher einordnen können — sowohl im theoretischen Teil als auch in der praktischen Umsetzung.
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Verwandte Begriffe
Der mittlere Dienst führt über eine Ausbildung in den Vollzugsdienst ab A7 bis A9, der gehobene Dienst über ein duales Studium ab A9 bis A11 mit früherem Zugang zu Führungs- und Spezialfunktionen. Zugangsvoraussetzung ist meist der Schulabschluss.
Dreijähriges duales Bachelorstudium 'Polizeivollzugsdienst' an einer Hochschule der Polizei bzw. HföD. Einstieg in den gehobenen Dienst (A9), Voraussetzung ist in der Regel Abitur oder Fachhochschulreife.
Amtsbezeichnungen der Bundespolizei vom Polizeimeisteranwärter über Polizeiobermeister (mittlerer Dienst) und Polizeikommissar bis Erster Polizeihauptkommissar (gehobener Dienst) sowie Rat/Direktor im höheren Dienst.
Rangsystem der Bundeswehr in drei Laufbahngruppen: Mannschaften, Unteroffiziere (mit und ohne Portepee) und Offiziere. Heer und Luftwaffe nutzen dieselben Bezeichnungen, die Marine eigene — der zugeordnete NATO-Rangcode ist identisch.
Amtsbezeichnungen des Polizeivollzugsdienstes, gestaffelt nach mittlerem, gehobenem und höherem Dienst und jeweils an eine Besoldungsgruppe von A7 bis B-Ämtern gekoppelt. Bund und Länder weichen in Details und Schulterstücken voneinander ab.
Führungsebene der Polizei mit Masterstudium an der Deutschen Hochschule der Polizei in Münster. Einstieg meist nach Bewährung im gehobenen Dienst.
