Besoldung (A-Besoldung)
Gesetzlich geregeltes Gehalt der Beamten nach Besoldungsgruppen (im Polizeivollzug meist A7 aufwärts), nicht frei verhandelbar.
A-Besoldung ist die Besoldungsordnung für Beamte und Soldaten im einfachen bis höheren Dienst: A2 bis A16, gestaffelt nach Amt und Erfahrungsstufe.
Wie sich das Gehalt zusammensetzt
Grundlage ist das Grundgehalt der Besoldungsgruppe in der jeweiligen Erfahrungsstufe. Stufen steigen automatisch mit Dienstzeit, Besoldungsgruppen nur mit Beförderung. Dazu kommen Familienzuschlag (Ehe, Kinder) und funktionsbezogene Zulagen.
Wichtig: Bund und Länder haben eigene Besoldungstabellen. Zwischen einzelnen Bundesländern liegen bei gleicher Gruppe teils mehrere hundert Euro monatlich — der Vergleich lohnt bei der Wahl des Dienstherrn.
| Gruppe | Beispielamt | Laufbahn |
|---|---|---|
| A7 | Polizeimeister / Feldwebel | mittlerer Dienst / Unteroffizier m. P. |
| A9 | Polizeihauptmeister / Polizeikommissar | Spitze mittlerer / Eingang gehobener Dienst |
| A11 | Polizeioberkommissar | gehobener Dienst |
| A13 | Polizeirat / Erster Polizeihauptkommissar | Übergang höherer Dienst |
Was die Besoldung real erhöht
Drei Hebel: Beförderung (neue Besoldungsgruppe), Zulagen durch Verwendung (Wechselschicht, Spezialeinheit, Diensthundeführer, Flugdienst) und der Dienstherr selbst. Der vierte, oft unterschätzte Hebel ist die freie Heilfürsorge bzw. Beihilfe, die den Netto-Vorteil gegenüber der Privatwirtschaft ausmacht.
Für Spezialeinheiten kommen SEK-/Spezialkräfte-Zulagen hinzu, die je nach Land und Verwendung mehrere hundert Euro monatlich betragen.
Häufige Fragen
Was bedeutet A-Besoldung?+
Die Besoldungsordnung A für Beamte und Soldaten in Laufbahnämtern, mit Gruppen von A2 bis A16 und Erfahrungsstufen nach Dienstzeit.
Wie steigt man in der A-Besoldung auf?+
Erfahrungsstufen steigen mit Dienstzeit automatisch, Besoldungsgruppen nur durch Beförderung auf einen höherwertigen Dienstposten.
Warum verdienen Polizisten je Bundesland unterschiedlich?+
Weil Länder ihre Besoldung eigenständig regeln — Grundgehälter, Zulagen und Sonderzahlungen unterscheiden sich deutlich.
Besoldung (A-Besoldung) ist Teil der Kategorie Recht & Verwaltung und im Auswahlverfahren-Kontext von Deutschland relevant. Wer sich auf eine Spezialeinheit vorbereitet, sollte diesen Begriff sicher einordnen können — sowohl im theoretischen Teil als auch in der praktischen Umsetzung.
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Verwandte Begriffe
Monatliche Bezüge für Beamte auf Widerruf während Ausbildung oder Studium. Die Beträge sind brutto ausgewiesen (Lohnsteuer, keine Sozialversicherungsbeiträge) und unterscheiden sich je nach Bundesland, Laufbahn und Ausbildungsjahr deutlich. Verbindlich ist die jeweils aktuelle Besoldungstabelle der Zielbehörde.
Bezahlung während der Beamtenausbildung, etwa im Polizeivollzugsdienst. Sie liegt deutlich unter dem späteren Endgehalt, ist aber vom ersten Ausbildungstag an voll steuerbegünstigt und um freie Heilfürsorge ergänzt.
Im Auslandseinsatz kommt zum Grundgehalt der steuerfreie Auslandsverwendungszuschlag, gestaffelt nach Gefährdungsstufe des Einsatzlandes, plus Sachleistungen (Unterkunft, Verpflegung). Die Stufen werden je Einsatzgebiet festgelegt.
Dauerhafter Beamtenstatus nach erfolgreicher Probezeit, meist nach drei Jahren. Er bringt Unkündbarkeit, Beihilfe und Pensionsanspruch mit sich.
Status nach bestandener Laufbahnprüfung bis zur Verbeamtung auf Lebenszeit (mehrjährige Probezeit).
Beamtenstatus während Ausbildung oder Vorbereitungsdienst; jederzeit widerrufbar, mit Anwärterbezügen.
