Beamter auf Widerruf
Beamtenstatus während Ausbildung oder Vorbereitungsdienst; jederzeit widerrufbar, mit Anwärterbezügen.
Beamter auf Widerruf ist der Status während der Laufbahnausbildung. Das Dienstverhältnis kann vom Dienstherrn widerrufen werden — es ist die unsicherste, aber notwendige erste Stufe der Verbeamtung.
Rechte und Pflichten
Es gelten die beamtenrechtlichen Grundpflichten: Verfassungstreue, Gehorsam gegenüber rechtmäßigen Weisungen, Mäßigungsgebot, Verschwiegenheit und volle Hingabe an den Dienst. Gleichzeitig bestehen Ansprüche auf Bezüge, Fürsorge und Ausbildung.
Praktisch relevant: Prüfungsleistungen und Beurteilungen entscheiden über die Übernahme. Wiederholungsmöglichkeiten sind begrenzt und in den Ausbildungs- und Prüfungsordnungen geregelt.
Übergang in die nächste Stufe
Mit erfolgreicher Laufbahnprüfung folgt die Ernennung zum Beamten auf Probe. Ab dort läuft die Probezeit, die je Laufbahn und Land in der Regel zwei bis drei Jahre dauert.
Häufige Fragen
Was bedeutet Beamter auf Widerruf?+
Ein befristetes Dienstverhältnis während der Ausbildung, das der Dienstherr widerrufen kann, etwa bei Nichtbestehen der Prüfung.
Ist man als Anwärter kündbar?+
Nicht im arbeitsrechtlichen Sinn, aber das Beamtenverhältnis auf Widerruf kann beendet werden.
Wie lange dauert dieser Status?+
So lange die Laufbahnausbildung läuft, typischerweise zweieinhalb bis drei Jahre.
Beamter auf Widerruf ist Teil der Kategorie Recht & Verwaltung und im Auswahlverfahren-Kontext von Deutschland relevant. Wer sich auf eine Spezialeinheit vorbereitet, sollte diesen Begriff sicher einordnen können — sowohl im theoretischen Teil als auch in der praktischen Umsetzung.
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Verwandte Begriffe
Dauerhafter Beamtenstatus nach erfolgreicher Probezeit, meist nach drei Jahren. Er bringt Unkündbarkeit, Beihilfe und Pensionsanspruch mit sich.
Status nach bestandener Laufbahnprüfung bis zur Verbeamtung auf Lebenszeit (mehrjährige Probezeit).
Monatliche Bezüge für Beamte auf Widerruf während Ausbildung oder Studium. Die Beträge sind brutto ausgewiesen (Lohnsteuer, keine Sozialversicherungsbeiträge) und unterscheiden sich je nach Bundesland, Laufbahn und Ausbildungsjahr deutlich. Verbindlich ist die jeweils aktuelle Besoldungstabelle der Zielbehörde.
Bezahlung während der Beamtenausbildung, etwa im Polizeivollzugsdienst. Sie liegt deutlich unter dem späteren Endgehalt, ist aber vom ersten Ausbildungstag an voll steuerbegünstigt und um freie Heilfürsorge ergänzt.
Im Auslandseinsatz kommt zum Grundgehalt der steuerfreie Auslandsverwendungszuschlag, gestaffelt nach Gefährdungsstufe des Einsatzlandes, plus Sachleistungen (Unterkunft, Verpflegung). Die Stufen werden je Einsatzgebiet festgelegt.
Gesetzlich geregeltes Gehalt der Beamten nach Besoldungsgruppen (im Polizeivollzug meist A7 aufwärts), nicht frei verhandelbar.
