Rollenspiel
Simulation einer Einsatzlage (z.B. Befragung, Eskalation); bewertet Kommunikation, Deeskalation und Entscheidung.
Im Rollenspiel spielst du eine dienstnahe Situation mit einem geschulten Gegenüber: Konfliktgespräch, Beschwerde, Deeskalation oder Bürgerkontakt. Bewertet werden Gesprächsführung, Empathie, Durchsetzung und Ruhe — nicht Schauspieltalent.
Ablauf und Bewertung
Du erhältst eine kurze Rollenanweisung mit Auftrag und Rahmen, dazu wenige Minuten Vorbereitung. Der Rollenspieler eskaliert nach Skript, wenn du nicht steuerst. Beobachter bewerten unter anderem Gesprächseröffnung, aktives Zuhören, Sachlichkeit, Klarheit der Zielsetzung und ob du das Gespräch geordnet beendest.
| Phase | Ziel | Konkret |
|---|---|---|
| Eröffnung | Kontakt herstellen | Vorstellen, Anlass benennen, Sitzen anbieten |
| Zuhören | Emotion senken | Ausreden lassen, spiegeln, nicht rechtfertigen |
| Klärung | Sachlage klären | Offene Fragen, Fakten zusammenfassen |
| Abschluss | Verbindlichkeit | Ergebnis, nächster Schritt, Verabschiedung |
Der häufigste Fehler
Zu frühes Argumentieren. Solange das Gegenüber emotional hochläuft, erreicht kein Sachargument sein Ziel. Erst spiegeln — „Ich sehe, dass Sie verärgert sind“ — dann klären. Der zweite Klassiker ist ein Gespräch ohne Abschluss: ohne Ergebnis und nächsten Schritt fehlen Punkte in der Kategorie Ergebnisorientierung.
So trainierst du
Übe drei Standardszenarien mit einem Partner: aufgebrachte Bürgerin, uneinsichtiger Betroffener, Kollege mit Fehlverhalten. Jeweils zehn Minuten, danach Feedback zu genau drei Punkten. Nimm die Gespräche auf — Füllwörter und Unterbrechungen hört man erst in der Aufnahme.
Häufige Fragen
Muss man Fachwissen zeigen?+
Nein, in der Regel nicht. Geprüft wird Gesprächsverhalten, nicht Rechtskenntnis.
Darf man das Gespräch abbrechen?+
Ja, wenn du es begründet und geordnet tust — unbegründetes Abbrechen wird negativ bewertet.
Wie wirkt Humor?+
In Deeskalationsszenarien riskant. Sicherer ist ruhige, respektvolle Sachlichkeit.
Rollenspiel ist Teil der Kategorie Test (kognitiv/mental) und im Auswahlverfahren-Kontext von Deutschland relevant. Wer sich auf eine Spezialeinheit vorbereitet, sollte diesen Begriff sicher einordnen können — sowohl im theoretischen Teil als auch in der praktischen Umsetzung.
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Verwandte Begriffe
Computer-Assistiertes Testen: das computergestützte, teils adaptive Eignungs-Testverfahren der Bundeswehr (Psychologischer Dienst) zu Wissen, Sprache, Logik, Technik, Konzentration und Persönlichkeit. Wird im Karrierecenter durchgeführt.
Testteil zu Politik, Geschichte, Geografie, Recht und Tagesgeschehen. Er entscheidet selten allein, kostet aber Punkte, die im Gesamtranking fehlen.
Untertest des Wiener Testsystems, bei dem Figuren unter Zeitdruck verglichen werden. Gemessen werden Konzentration, Sorgfalt und Fehlerquote über die Dauer.
Multimodaler Reaktionstest des Wiener Testsystems mit gleichzeitigen optischen und akustischen Reizen; misst selektive Aufmerksamkeit unter Stress.
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