KAV – Kommandoaufnahmeverfahren
Umgangssprachliche bzw. historische Bezeichnung für die Aufnahme in eine Kommandoverwendung. Offiziell heißt das Verfahren bei KSK, KSM und EGB heute Potenzialfeststellungsverfahren (PFV).
Kommandoaufnahmeverfahren (KAV) ist eine ältere, umgangssprachlich weiterverwendete Bezeichnung für die Auswahl zu den Kommandokräften der Bundeswehr. Amtlich läuft die Auswahl heute über das Potenzialfeststellungsverfahren (PFV) — wer nach KAV sucht, meint praktisch das PFV.
Warum der Begriff noch kursiert
Auswahlverfahren werden regelmässig umbenannt und inhaltlich angepasst. Erfahrungsberichte, Bücher und Foreneinträge aus früheren Jahren nutzen weiterhin alte Bezeichnungen — deshalb finden Bewerber Begriffe wie KAV, Eignungsfeststellungsverfahren (EFV) oder Potenzialanalyse und halten sie für getrennte Verfahren.
Das ist ein praktisches Problem: Wer nach dem alten Begriff trainiert, arbeitet mit veralteten Zahlen und Abläufen.
| Begriff | Status | Heute maßgeblich |
|---|---|---|
| KAV | Historisch/umgangssprachlich | PFV |
| EFV – Eignungsfeststellungsverfahren | Historisch | PFV |
| Potenzialanalyse | Teilbaustein/alte Bezeichnung | PFV-Teile |
| PFV | Aktuell | Ja |
Was für dich zählt
Nutze für die Vorbereitung ausschliesslich aktuelle Angaben zum PFV: Sport- und Wasseranforderungen, Marschleistungen, Ablauf der Belastungsphase, kognitive Diagnostik. Alte Berichte sind wertvoll für die Frage „wie fühlt sich das an“, nicht für Zielwerte.
Häufige Fragen
Gibt es das KAV noch?+
Nicht als aktuelle amtliche Bezeichnung. Die Auswahl zu Kommandokräften erfolgt über das Potenzialfeststellungsverfahren.
Warum finde ich überall KAV?+
Weil ältere Erfahrungsberichte und Foren den Begriff verwenden. Inhaltlich beschreiben sie in der Regel die Vorläuferversion des heutigen PFV.
Sind alte Zielwerte noch gültig?+
Nur mit Vorsicht. Zeiten, Stationen und Gewichtungen haben sich verändert — orientiere dich an aktuellen Angaben.
KAV – Kommandoaufnahmeverfahren ist Teil der Kategorie Spezialausbildung & Programme und im Auswahlverfahren-Kontext von Deutschland relevant. Wer sich auf eine Spezialeinheit vorbereitet, sollte diesen Begriff sicher einordnen können — sowohl im theoretischen Teil als auch in der praktischen Umsetzung.
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Verwandte Begriffe
Ausbildungsabschnitt des KSK nach bestandener Potenzialfeststellung mit Spreng-, Sprung-, CQB- und Sprachausbildung. Die genaue Dauer wird nicht offiziell veröffentlicht; Sekundärquellen nennen rund zwei bis drei Jahre.
Ausbildungseinrichtung der Bundeswehr in Pfullendorf, an der EGB-Lehrgänge, Einzelkämpferlehrgänge und Kurse für spezielle Operationen durchgeführt werden.
Bundeswehr-Lehrgang zu Überleben, Orientierung und Durchhaltefähigkeit im Feld. Gegliedert in EKL 1 (Basis) und EKL 2 (fortgeschritten, häufig Voraussetzung für Spezialkräfte-Aspiranten).
Gezielte körperliche und mentale Vorbereitung auf den Einzelkämpferlehrgang: Marschhärte mit Last, Überleben, Orientierung und Handlungsfähigkeit bei Schlafmangel.
Mehrstufige Ausbildungsphase bei KSK oder GSG 9 nach dem Auswahlverfahren über zwei bis drei Jahre.
Wettkampfsport aus Schießen, Hindernisbahn, Hindernisschwimmen, Handgranatenwurf und Geländelauf. Gute Platzierungen sind ein starkes Signal für taktische Belastungsfähigkeit.
