MEK – Mobiles Einsatzkommando
Verdeckt arbeitende Einheit, meist beim LKA; Schwerpunkt Observation, verdeckte Ermittlung und Zugriff, stärker tarnungs- als taktisch-athletisch geprägt.
Mobile Einsatzkommandos (MEK) sind die verdeckt arbeitenden Spezialeinheiten der Landespolizeien. Schwerpunkt: Observation, Festnahme im öffentlichen Raum, Beweissicherung gegen Organisierte Kriminalität und Terrorverdächtige.
Auftrag
MEKs arbeiten in Zivil, oft monatelang verdeckt. Sie beobachten Tatverdächtige, dokumentieren Strukturen, führen Festnahmen im offenen Raum durch (Bahnhof, Café, Auto) und unterstützen SEKs bei Zugriffen.
Im Unterschied zum SEK ist die Hauptqualifikation nicht maximale körperliche Härte, sondern Unauffälligkeit, Geduld und situative Entscheidungsfähigkeit.
Auswahlverfahren
Bewerber sind aktive Polizistinnen und Polizisten mit mehrjähriger Erfahrung. Geprüft werden Beobachtungsgabe, Fahrkönnen, Improvisationsfähigkeit, Stressresistenz, Schießfertigkeit und Teamverhalten. Körperliche Tests sind anspruchsvoll, aber nicht auf SEK-Niveau.
Wichtig: ein unauffälliges Profil. Stark tätowierte oder körperlich extrem auffällige Bewerber haben es schwer, weil sie im Observationsdienst nicht aufgehen können.
Anforderungen und realistische Richtwerte
Cooper-Test 2800+ m, 100-m-Sprint unter 14 s, 8 bis 12 Klimmzüge, 300-m-Schwimmen unter 7 min. Wichtiger als reine Sport-Bestleistungen ist die Fähigkeit, stundenlang konzentriert zu beobachten und unter Druck präzise zu handeln.
Führerschein-Erweiterungen (BE, C1) und Erfahrung mit Fahrtechnik sind ein klarer Vorteil. Sprachkenntnisse (insbesondere für OK-Bereiche) werden zunehmend gewichtet.
Häufige Fehler in der Bewerbung
Fehler Nr. 1: zu auffälliges äußeres Erscheinungsbild — sichtbare Tattoos, extreme Frisuren, untypische Körperstatur. Fehler Nr. 2: SEK-Mentalität in MEK-Bewerbung übertragen. MEK ist nicht das kleinere SEK, sondern ein eigenes Anforderungsprofil.
Fehler Nr. 3: keine Vorbereitung auf das psychologische Auswahlgespräch. MEK-Bewerber müssen plausibel machen, dass sie monatelang allein verdeckt arbeiten können — ohne Anerkennung, ohne sichtbare Erfolge.
Häufige Fragen
Was unterscheidet ein MEK vom SEK?+
SEKs sind uniformierte Zugriffseinheiten für Hochrisiko-Lagen. MEKs arbeiten verdeckt in Zivil, primär im Bereich Observation und Festnahme.
Wie lange dauert die MEK-Ausbildung?+
Nach bestandenem Auswahlverfahren folgt eine mehrmonatige Spezialausbildung in Observation, Fahrtechnik, Festnahmetaktik und Eigensicherung — je nach Bundesland zwischen 6 und 12 Monaten.
Können Frauen ins MEK?+
Ja, und sie sind in vielen MEKs explizit gefragt — unauffällige weibliche Operatorinnen erweitern die taktischen Möglichkeiten im Observationsdienst erheblich.
MEK – Mobiles Einsatzkommando ist Teil der Kategorie Polizei – Spezialeinheiten und im Auswahlverfahren-Kontext von Deutschland relevant. Wer sich auf eine Spezialeinheit vorbereitet, sollte diesen Begriff sicher einordnen können — sowohl im theoretischen Teil als auch in der praktischen Umsetzung.
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Verwandte Begriffe
Ausbildungsabschnitt der GSG-9-Schule nach bestandenem Auswahlverfahren.
Geschlossene Einheit der Bereitschaftspolizei für Großlagen, Demonstrationen und Festnahmen; in einigen Ländern Vorstufe zur SEK-Laufbahn.
Spezialisierte Einheit der Bundespolizei für Einsätze unterhalb der GSG-9-Schwelle, auch bei Terrorlagen.
Bundesweite Vollzugspolizei (früher Bundesgrenzschutz) für Bahn-, Luft-, See- und Grenzschutz, mit eigenem Auswahlverfahren.
Spezial- und Unterstützungsstrukturen der Bundespolizei rund um GSG 9 und Spezialkräfte.
Spezialeinheit der Bundespolizei, gegründet 1972 nach dem Olympia-Attentat; zuständig für Terrorlagen auf Bundesebene, Hauptstandort St. Augustin.
